Ein Stück Meer-Holz im Schwarzwald - mit Klaus Wickersheimer

Shownotes

Ort & Gäste Zu Gast bin ich beim Holzbildhauer Klaus Wickersheimer, in seiner Werkstatt an der Hauptstraße in Schiltach. Ein knapp vier mal vier Meter kleiner Raum voller Werkzeug, Spänen und Skulpturen. Zu hören sind Stechbeitel, Fräse und Kettensäge, dazu das Klappern der Werkzeuge.

Worum es geht Von der Schreinerwerkstatt seines Opas über die Meisterschule in München bis zur Kunst, die erst um die 2000 über ein Stück Treibholz begann: Klaus erzählt seinen Weg. Wir sprechen über zwei Arbeitsweisen: das geplante Schnitzen aus Linde und Eiche und das Einlassen aufs Meerholz, wo die Natur den Weg vorgibt. Es geht um den Mut, den er sich selbst nicht zutraute und heute in Workshops weitergibt, um Kunst im ländlichen Raum und die Gruppe Forelle Blau, die den Schiltach entlang ausstellt.

Soundtrack & Infoblock Vor Ort sammeln wir die Klänge der Werkstatt: Sägen, Stechbeitel, Fräse und Kettensäge, das Ein- und Ausspannen der Objekte. Daraus entsteht der Soundtrack dieser Folge.

Am Ende jeder Episode gibt es den Infoblock: Ankündigungen für Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Theater, Festivals und mehr, direkt aus der Region. Eure Termine: Sprachnachricht (max. 30 Sek.) an +49 1575 5457455 (WhatsApp oder Telegram).

Abschluss Kulturfrequenzen ist Teil des Projekts „Kultur verbindet", für das der Landkreis Rottweil im Bundesprogramm Aller.Land ausgewählt und gefördert wurde.

Produktion, Komposition und Interview: Jonas Urbat.

Transkript anzeigen

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00:00:01: Also bei uns auf dem Land war das einfach keine Zukunft.

00:00:05: Das war nichts, es war für mich einfach nur reines Hobby.

00:00:10: Manchmal ist es stressig weil dann halt wirklich auch schon der Kopf wegfällt.

00:00:14: Dann war das alles umsonst aber ich muss das einfach akzeptieren.

00:00:18: Es geht nicht.

00:00:20: also wenn ich mit Linderholz arbeite oder mit Eicherholz dann kann ich planen Aber mit dem Schwemmholz nur grob so die Richtung.

00:00:30: Eine Form gibt es schon vor.

00:00:31: Also ich sehe da drin manchmal Formen und sage, das könnte es nicht gäbe.

00:00:36: aber dann muss ich mich darauf einlassen und fange einfach an.

00:00:41: Das gibt's schon mal so Sachen wo plötzlich zwei Köpfe daraus entstehen was sich gebraucht hat den Mut des Anderen hinter mir zu lassen also wirklich neu anzufangen und das habe ich dann halt einfach nicht auf die Reihe gebracht.

00:00:58: Er hatte mal einen Freund besucht in Costa Rica.

00:01:01: Und da habe ich dann auch ein Holz mitgenommen und hab das dann im Koffer rein, eine Handdürche eingewickelt.

00:01:07: Und prompt an Zoll musste sich den Koffe öffnen.

00:01:12: Wenn ich die Tür offen habe, dann kommen schon Leute rein – zumindest Strecke der Kopf rein!

00:01:17: So eine Hemmnis dann doch einzugehen….

00:01:20: und ich schaue das dann auch an.

00:01:24: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Kulturfrequenzen.

00:01:27: Ich bin Jonas, Musikproduzent und Klangkünstler.

00:01:29: Und mich interessiert wie Menschen hier im Landkreis Kultur machen Wie sie arbeiten, Kunst erschaffen und dabei oft ganz nebenbei Klangräume entstehen lassen Einfach durch das was Sie tun und wie sie arbeiten.

00:01:39: In diesem Podcast treffe ich die Menschen Die die kulturelle Vielfalt in der Region prägen.

00:01:43: Wir sprechen über ihre Arbeit Was sie antreibt ihre Visionen und über Herausforderungen Und wir schauen darauf wie Kultur unser Zusammenleben beeinflusst Ob sie Gräben überwinden kann und neue Verbindungen schaffen.

00:01:54: Am Ende jeder Folge kommt noch der Infoblock.

00:01:56: Da könnt ihr eure Veranstaltungen, eure Festivals, Theaterstücke, Märkte und so weiter vorstellen.

00:02:02: Wie das funktioniert erzähle ich euch nach dem Gespräch.

00:02:06: In dieser Folge bin ich bei Klaus Weckersheimer in seiner Werkstatt direkt an der Hauptstraße in Schildtach.

00:02:11: Seine Skulpturen kann man schon von draußen sehen.

00:02:14: Drinnen sind es kaum vier auf vier Meter.

00:02:16: Es riecht nach Holz und Öl Und beim Schnitzen erzählt jedes Werkzeug seinen eigenen Ton.

00:02:20: Klaus ist gelernter Schreiner, war schon beim Opa in seiner Werkstatt in den Spänen.

00:02:25: Er war Werkstaatleiter im Therapiezentrum und hat in München seinen Meister gemacht.

00:02:30: Zur Kunst kam er erst um das Jahr zweitausend über ein Stück Treibholz von einem südfranzösischen Strand.

00:02:35: Wir sprechen über zwei Arten zu arbeiten.

00:02:37: Das geplante Schnitzen aus Linde und das sich einlassen aufs Meerholz.

00:02:41: Es geht um den Mut, den er sich damals selbst nicht zutraute und heute anderen mitgibt.

00:02:46: Um Kunst im ländlichen Raum Und die Künstlergruppe Forelle Blau Die das Schildtagvorland zur Galerie unter freiem Himmel macht.

00:02:53: Zum Schluss sammeln wir die Klänge der Werkstatt Stechbeitel und Fräse, dass Ein- und Ausspannen und das Hemmern und Klappern der Werkzeuge.

00:03:00: Daraus produziere ich den Soundtrack dieser Folge.

00:03:03: Wenn euch der Packers gefällt, empfet ihn gerne weiter.

00:03:06: Viel Spaß mit der Folge mit Klaus Wickersheimer.

00:03:12: Was ist jetzt das Werkstatt?

00:03:13: Das sieht man auch von außen aus.

00:03:16: Du bist ja direkt an einer Hauptstraße.

00:03:18: Man sieht das Schild und die Skulpturen von außendem.

00:03:22: Ja was sehen wir hier?

00:03:23: also das ist der Hauptarbeitsplatz.

00:03:25: Hier meine Vogelbank.

00:03:28: Die hat

00:03:29: schon einiges mitgemacht.

00:03:33: verkleinert habe, man sitzt da.

00:03:35: Auch die Höhe ist mir angepasst.

00:03:37: hier schnitze ich dann meine Objekte Dann hier das Werkzeug und somit kann ich da ganz einfach anfangen Hier dran zu schnitzern und je nachdem was ich dann brauche.

00:03:53: Das sind also die Schnitzeiser Das ist eine Linde aus der Friedenslinde von Schildach Und das hab' ich dann an die Kopiersäge

00:04:01: Genau, dass man so eine Vorstellung kriegt.

00:04:03: Wie groß ist der Raum ungefähr?

00:04:06: Vielleicht vier mal vier, sechzehn Grad mehr

00:04:09: oder zwölf.

00:04:10: So das immer fast mit ausgestreckten Armen überall, die immer rankommen.

00:04:13: Ja!

00:04:14: Also es wird problematisch wenn große Figuren drinstehen.

00:04:18: Das ist schon so... Wenn ich diese Figur, die jetzt da vorne steht, die ist ganz neu und wenn ich sie dann hier stehe habe, wird's schwierig.

00:04:27: Und was machst du, wenn es größer wird?

00:04:29: Weil das ist jetzt eine kleine Gerüchteskulptur.

00:04:31: Dann

00:04:31: gehe ich raus und mach's im Freie.

00:04:34: Okay!

00:04:34: Das heißt dann bist du wetterabhängig?

00:04:36: Im

00:04:36: freien... da bin ich wetter abhängig und in freier arbeite ich dann mit Paletten verschiedene Palette aufeinander und habe die verschiedenen Höhe wie ich es brauche ja manchmal sogar mit größerem Gerät also auch mit einer Ketteseege

00:04:53: Auch hier drin.

00:04:54: Auch hier drin ist aber eine Akku-Kethesäge.

00:04:56: Ich dachte

00:04:59: schon!

00:05:00: Die Abgase habe ich da nicht, es ist wirklich nur eine Akkukethesähige für Kleinigkeiten und das geht gut.

00:05:08: Und dann gibt's hier so einen kleinen Absatz und da stehen einige von deinen kleineren Skulpturen?

00:05:13: Das sind eigentlich solche Skulpture die ich manchmal eigentlich für den Katz gemacht hab.

00:05:19: also einfach nur so... Ich versuche, dass ich das alles so versuche.

00:05:27: Das ist die Oberfläche-Bearbeitung mit einem Beil.

00:05:32: Also ich arbeite auch mit einem kleinen Beil und durch dich kommt diese Struktur raus.

00:05:39: Und da sind lauter andere Mehrholzen, wo man jetzt nicht in die Form reinpasst.

00:05:56: Das kenne ich auch noch von ganz Frühjahr.

00:06:00: Das war meine erste Arbeit, da habe ich wirklich nur dieses Schwemmholz genommen aus dem Meer oder am Meer und dann hab' ich hier einen Kubus rein gebaut mit einer kleinen Schublade.

00:06:16: zum Kontrast ist das jetzt ein Eicheholz aus unserer Gegend oder Nussbaum.

00:06:21: Das wird dann bearbeitet, poliert und gewachst.

00:06:26: Und das andere bleibt der Natur, also dieser Kontrast.

00:06:30: Und die sind einfach nur so Versuche, was ich da

00:06:32: mal gemacht habe.

00:06:33: Genau, das ist jetzt eine weiße Figur, so ungefähr ca.

00:06:35: von zwanzig Zentimeter hoch?

00:06:37: Ja, und die ist aber jetzt auch rein von Hand gefertigt.

00:06:42: Da hab' ich mal nichts mit dem... Manchmal arbeite ich solche bestimmte Sachen vor ...mit einer Maschine, damit ich da schneller bin Und das ist dann auch jetzt vom Grundprinzip her, hab ich das mal ausprobiert.

00:06:57: Das ist ein weißes Öl und dann aber mit einer kreide ... farblicher Kreide versucht eine Farbe aufzutragen, bis dann so bisschen verwischt das Ganze.

00:07:10: Und die Warfarbe, was ich da immer so nimm auch bei dem, das ist in der Regel Schuhcreme schwarze Schuhcreme oder braune Schuhcrème, das ist ganz gut.

00:07:24: Wenn die auskartet ist, färbt sie nicht mehr ab und für die Innenräume ist es sowieso gut.

00:07:32: Und grundsätzlich sind meine ganzen Mehrholzprodukte nur für die innen Räume gedacht weil da ist Salz dran von Meer auch wenn das feucht wird.

00:07:44: also man spürt das auch hier im Keller dann zieht jetzt die Feuchtigkeit an Und dann wird das wieder fauern.

00:07:51: Also dann, weil ich geh kaputt.

00:07:53: Man könnte ja denken, dass Salz konserviert ist.

00:07:55: Ist das was, was quasi bis zu dem Punkt passiert?

00:07:58: Wo du es dann findest?

00:07:59: oder findest du quasi ein Stück Material, das eigentlich in einem Zersetzungsprozess ist und der Moment, in dem du's findest, ist dann einfach einer den man festhält dadurch, dass man's nach innen bringt?

00:08:11: Ja

00:08:11: genau!

00:08:12: Das ist der Zustand so wie ich es finde.

00:08:15: Wenn wir nicht das dann mitnehmen ... Dann bleibt es in den Zustand, bis ich das dann

00:08:20: bearbeite.

00:08:22: Und der Salz hat normalerweise Konservierungsmittel ... Das nimmt man ja auch bei Nahrungsmitteln.

00:08:29: Aber hier ist es halt wirklich nur ... Ist eigentlich nicht gut, wenn's da dran ist.

00:08:36: Durch das kann man's nicht nach Hause nehmen.

00:08:40: Wäschst du die Dinge denn auch?

00:08:41: Um Salz loszuwerden so gut wie möglich?

00:08:44: Das hier ist relativ porös und wird schwierig reinzukommen.

00:08:47: Ne, also ich mach das nicht.

00:08:49: Ich tue das mit einer Bürste abbürsten und dann hat sich das.

00:08:53: Also wenn man das jetzt hier... Das ist jetzt relativ schon lange im Keller.

00:08:57: Das spürt mal einfach dass es feucht ist.

00:09:03: Und dann sieht man auch ab und zu so Salzablagerungen in dem Teil da drin.

00:09:11: Wenn so weise Schichtes sind, das ist der meisten Salz!

00:09:20: So, Hi Klaus, vielen Dank, dass ich bei dir sein darf.

00:09:23: Hallo, freut mich.

00:09:24: Und wir kommen im Podcast?

00:09:26: Ich mach's im Podcast immer so, dass ich so eine Vorstellung anfange und dann verlieren wir uns immer.

00:09:31: Genau!

00:09:32: Also du bist in Wolfach geboren... Ja.

00:09:35: ...und hast da ne Schreinerlehre gemacht?

00:09:37: Genau.

00:09:38: also mein Opa hatte Ne Schreinerei und da war er schon als kleiner Junge in der Späne und dort habe ich Ne Schroinerlehret gemacht Bau-Unmöbelschreiner.

00:09:50: und anschließend war es dann so, da hatte ich weiterführende Schulen besucht und habe dann so ein bisschen gejobbt hier in Schildach.

00:10:00: Hab die ja noch beim Schreiner also dann mitgearbeitet und anschließend irgendwie wollte ich was Soziales machen hab dann eine Schule für Arbeitserziehung besucht.

00:10:12: auch diese Ausbildung habe ich fertig gemacht und dann war ich im Therapiezentrum Als Werkstatt leider, die hatte immer so nicht solche Holzwerkstädte.

00:10:24: Und meinen Meister wollte ich auch noch machen und war dann zwei Jahre in München und hab da den Meister Schule besucht um die Prüfung gemacht.

00:10:34: Wie kam es das nach München?

00:10:35: bestaft?

00:10:37: Ja schwierig oder was heißt schwierig?

00:10:39: München hat eine Ausbildung über zwei Jahre und in Münchern war die Ausbildung mehr Möbel und alternativ gab's Karlsruf, Stuttgart und es sind alles mehr so hier Meisterschule-Quasity auf die Industrie ausgelegt war.

00:10:57: Und das wollte ich nicht unbedingt.

00:10:59: So war ich dann in München zwei Jahre und anschließend wieder im Therapiezentrum.

00:11:05: Wie war's für dich rauszukommen?

00:11:07: Und auch zurückzukommen?

00:11:09: weil ich finde, dass macht schon ganz schön was gerade wenn man in einer sehr beschaulichen Welt aufwächst wie das hier ja ist und damals sicher auch schon war.

00:11:17: Dann einmal den Horizont ganz zu öffnen wieder zurückzukommen.

00:11:20: Es war so, es war natürlich ganz toll.

00:11:23: Man hat sich gefreut in der Großstadt und ... aber das war ein Riesenproblem erst mal eine Wohnung zu finden.

00:11:31: Erstmal da irgendwo zu leben oder ich hab einfach nichts gefunden und musste dann in so einem Karitasheim mit Frauen- oder Frauenverbotsbesuch.

00:11:43: Also, es durfte meine jetzige Frau gar nicht mit?

00:11:47: Ja je!

00:11:48: Das war wirklich ... Das hat es mir nachher eigentlich wieder leicht gemacht, da wegzugehen.

00:11:54: D.h.,

00:11:54: da warst du auch die ganzen zwei Jahre?

00:11:56: Ja

00:11:56: also das war nicht schön oder das war halt einfach eingeengt und bescheuert.

00:12:03: aber man hat einfach keine Wohnung gefunden, das ging nicht.

00:12:06: Da denkt man mal entkommt den Tellern hier im Schwarzwald und dann sowas.

00:12:11: Aber was natürlich toll war, das waren die Ausbildungen mehr hatte sehr viel Mit Kunst zu tun.

00:12:19: Wir hatten sogar einen Künstler als Lehrer und der hat einmal ziemlich viel mitgenommen und auch angeschaut und erklärt, das war eine richtige Bereicherung.

00:12:32: Warst du dann in einer künstlerischen Szene schon unterwegs im Mütchen, dass du in Galerien warst?

00:12:38: Gabs es Interesse schon?

00:12:40: Also ich hab mich schon immer interessiert dann für Kunst und vor allen Dingen für Skulpture, klar.

00:12:47: Aber ich war da nur nicht irgendwie tätig oder irgendwie.

00:12:51: das war alles nur so im Kopf, so nebenher.

00:12:54: Was auch noch ganz gut auf der Meisterschule war, früher gab es ja noch kein CAD sondern man musste ja von Hand zeichnen und deswegen hat er richtig gelernt Perspektive um einen Rauben zu zeichnen, um Möbeln zu zeichen.

00:13:11: Das weiß ich halt so richtig gelernt habe.

00:13:14: und dann kam irgendwann mal das andere dazu.

00:13:19: Du hast jetzt gerade schon erzählt dass du gerade bei der Arbeit mit dem Schwemmholz und dem Treibholz dich ziemlich darauf einlassen musst was dieses Objekt mitbringt.

00:13:29: wie passt es mit den planerischen zusammen?

00:13:32: Ja das passt gar nicht!

00:13:35: Weil also wenn ich was plan, also meistens mache ich Skizzen.

00:13:39: Ich habe so ein kleines Kitzepüchle und dann mache ich dann irgendwie das Skizzer rein und mit dem arbeite ich dann.

00:13:46: Und aber wenn der jetzt den Kopf in deren Höhe hat – und ich möchte vielleicht unter einen Buch noch mit ranbringen wo derjenige oder die Figur in der Hand hält – und dann fange ich halt an und irgendwann merke ich, das geht ja gar nicht!

00:14:02: Geht ja nicht.

00:14:02: Also muss wieder improvisiert werden, also so läuft es da ab.

00:14:09: Das geht nur wenn ich richtiges Holz habe.

00:14:12: Wenn ich mit Linderholz arbeite oder mit Eicheholz dann kann ich planen aber mit dem Schwemmholz nur grob, nur grobs auf die Richtung

00:14:24: entlastet.

00:14:24: das Einen auch oder dich jetzt speziell, wenn du mit einem Objekt arbeitest, ob das du dich sowieso nur einlassen kannst und gar nicht so viel Kontrolle hast.

00:14:33: Ich kann mir vorstellen, wenn Du jetzt bei so'n Stück Linde einen Fehler machst, der nicht mehr auszubügeln ist dann liegt sie an dir!

00:14:41: Und wenn du jetzt so'nen Stück Holz hast, dass ihr macht was es will... ...ist es stressig?

00:14:46: Oder entspannend?

00:14:49: Also es ist.... manchmal ist es stressig, weil dann halt wirklich da auch schon der Kopf wegfällt.

00:14:56: Dann war das alles umsonst.

00:14:58: aber ich muss das einfach akzeptieren, es geht nicht.

00:15:02: also da muss ich dann halt zurückstecken.

00:15:05: und wenn mir was passiert am Linderholz zum geplanten Objekt dann ist es passiert und ich kann auch nichts machen, muss wieder frisch vorne anfangen.

00:15:18: Also das kommt bei Beidem vor Aber ich finde es halt schöner bei dem Meerholz.

00:15:24: So auf eine Struktur möchte ich das behalten und das kommt eigentlich alles immer erst während der Arbeit.

00:15:33: Gibt's denn so einen Fehler oder ein Unfall, der dir passiert ist, wo du im Nachhinein sagst, dass war das Beste was passieren konnte?

00:15:40: Weil du dann damit umgehen musstest und neue Wege gefunden hast?

00:15:44: Das gibt schon mal so Sachen... wo dann plötzlich zwei Köpfe daraus entstehen.

00:15:50: Also das kann auch mal sein, dass ich dann so ein Gegenüber liege und denke, ah!

00:15:55: Das gibt jetzt halt zwei Figuren in dem eine

00:15:58: drin.".

00:16:00: Und du hast jetzt schon erzählt, als Lehrer gearbeitet hast?

00:16:04: Ja.

00:16:05: Und da gibts ja auch Workshops.

00:16:08: Mich würde es interessieren... also du hast dir dann ganz oft mit Anfängern zu tun.

00:16:13: Was ist denn so etwas, was im Anfang wichtig ist mitzugeben?

00:16:16: Was ist so dieser eine Satz den alle brauchen?

00:16:20: Immer vom Körper weg schnitzen.

00:16:22: Ganz pragmatisch!

00:16:24: Ja also das finde ich ganz wichtig weil die Werkzeuge sind sehr scharf und wenn man dann das nicht richtig handhabt, ist die Verletzungsgefahr wahnsinnig groß.

00:16:38: Und dann zeige ich immer einfach anfangen.

00:16:42: Also viele Leute sitzen oder stehen vor dem Holz und ja, was mache ich jetzt?

00:16:47: Was soll ich machen?

00:16:48: Gar nicht.

00:16:49: Jetzt fangen wir mal an!

00:16:50: Du machst einfach mal oberrund, fangst an... Und dann kommt man da rein diesen Hemschuh.

00:16:57: Ja, was soll ich jetzt machen?

00:16:58: dass das was wird?

00:16:59: Das muss man weg einfach wegreden und kommen weg damit fangen einfach an.

00:17:04: Wo kommt dieser Hemschuhe her?

00:17:05: Oder woraus besteht der?

00:17:07: Wahrscheinlich von der Unsicherheit wo man hat Wo die Leitern sagen, das schaffe ich nicht.

00:17:14: Das stimmt doch gar nicht versucht.

00:17:17: Also es ist einfach so ... Die Angst ist doch nicht hinzukriegen.

00:17:21: Ich denke, dass ist der Hemmschuh.

00:17:24: Wahrscheinlich auch mit Erwartung zu tun, weil ... Es geht ja oft darum, irgendwas richtig oder falsch zu machen.

00:17:30: und wenn's diese Kategorie aber gar nicht gibt?

00:17:34: Ich glaub', das ist für viele ungewohnt!

00:17:36: Ja klar, ich habe natürlich kein mehr schon ein Ziel etwas zu erarbeiten mit eigenen Händen und Gedanken.

00:17:45: Da gibt es ja kein regulärer Vorbild oder wo man da hin muss sondern das kommt erst wenn man arbeitet.

00:17:56: Das ist doch dann für die Leute eigentlich gut wenn am Schluss dann doch was dasteht ohne sich jetzt an was anderem messen.

00:18:05: Also, die können sich nicht an mir messen.

00:18:07: Das geht netter oder das dürfe dich netter und das ist dann der Erfolg wo die dann hin am Schluss?

00:18:15: Wann hast denn du das erste Mal was gemacht so in deinem bewussten Arbeiten, was jetzt ein bestimmtes Ziel oder einen Zweck verfolgt hat?

00:18:23: wenn man zu dieses Handwerk als ich baue zweckmäßige Dinge zum künstlerischen ja ich weiß gar nicht wie man es genau dem gegenüberstellt wann hast Du das angefangen und für Dich entdeckt

00:18:34: Das waren wir oder weniger mit dem Meerholz, weil das einfach eine Form gibt schon vor.

00:18:40: Also ich sehe da drin manchmal Formen und sage, ah das könnte es ein Desk gäbe!

00:18:45: Das geht schon.

00:18:46: aber dann muss ich mich darauf einlassen und dann fange ich einfach an.

00:18:52: Das ist erst von diesem Meerholzkommer also diese die gewachsene Hölzer.

00:19:00: Und vorher klart ihr euch natürlich als Schreiner.

00:19:03: Das darf ich schon nicht einfach drauf losmachen.

00:19:07: Kannst du uns mal mitnehmen zu diesem allerersten Moment, wo du wahrscheinlich am Strand warst im Urlaub und da so ein Stück Holz gefunden hast und es dann irgendwie gefunkt hat?

00:19:16: Ja das war ja mit den Kindern und noch andere Familie in Südfrankreich und da sind wir dann immer auch... Ich bin oft mit den Kinder am Strand entlang laufen und da lag noch sehr viel Holz.

00:19:29: Heute findest du's nicht mehr aber früher war das noch der Falle Und wenn dann was Besonderes war, hat man das mit heimgenommen.

00:19:37: Zuhause habe ich dann angefangen solche kleine Würfel mit Schubladen zu bauen aus heimischen Hölzer also hier aus der Kirschbaum oder so und hab das dann eingesetzt.

00:19:48: Also ich habe dieses Pfundstück nicht bearbeitet sondern nur ein Loch rein gemacht wo ich diesen Würfel reinstecke konnte.

00:19:57: Also eigentlich fast so ein Zwischending weil du hast mir quasi den Zweck gegeben.

00:20:01: Genau, das war ein Zwischending zwischen der Natur und dem Schreimer.

00:20:06: Also da hat es angefangen.

00:20:09: Und dann gab's in den Kindern oft solche... Das waren so ganz gerade Zaunlatte.

00:20:18: Die haben für die Dünebefestigung eine dreieckige Zaunlattekette.

00:20:25: Und die haben wir dann mal mit heimgenommen und man hat gesagt irgendwas muss man machen.

00:20:31: Und dann kam ich auf die Idee, jetzt mache ich einen Kupfter drauf.

00:20:36: Das war eine einfache Dreiecke gelandet und leichte und da habe ich jetzt ein Kupftrauf geschnitzt.

00:20:43: So hat es eigentlich angefangen und dann hat sich das Halde doch gut ausgemacht.

00:20:49: Und so bin ich dann dazu gekommen, dass ich dann von diesen Kubusse, also diese Würfel weg bin zum Schnitzer von Köpfe und Figuren.

00:21:00: wo ich jetzt grad bin.

00:21:02: Und da hast du es gerade so mit Bestätigung von außen erzählt, also das Feedback bekommen?

00:21:07: Gab's auch was in dir, wo du gemerkt hast okay... Da fühlt sich etwas richtig an daran?

00:21:14: Ja, das kommt dann schon, dass einem das auch richtig Spaß macht!

00:21:19: Also wenn man die Bestätigungen kriegt, das ist gut, dann freut man sich.

00:21:23: Also da habe mich dann gefreut.

00:21:25: Dann kommt man immer tiefer rein.

00:21:27: Also dann wird aus dem Kopf gibt es plötzlich ein Oberkörper und dann kann sogar eine ganze Figur draus geben.

00:21:34: So hat sich das dann entstanden.

00:21:37: Hat sich das verändert?

00:21:38: Also dieses Warum du das machst oder was so der Ursprung ist, deiner Motivation?

00:21:46: Du hast jetzt gesagt zweitausend hast angefangen.

00:21:48: Das heißt nicht so gute fünfzwanzig Jahre.

00:21:50: Ja ich habe das früher wo ich noch gearbeitet hab.

00:21:57: nebenher macht.

00:21:59: Und jetzt mache ich es halt so, wenn ich Lust habe gehe ich jetzt runter oder schraue und mach was.

00:22:06: aber so groß geändert?

00:22:09: hat sich das im Lauf der Jahre?

00:22:12: wirklich nur so dass ich deshalb nicht unbedingt machen muss.

00:22:17: Das heißt ist befreitig, dass es keine Verpflichtung ist?

00:22:21: Hättest du dir mal vorstellen können das als Hauptberuf zu machen?

00:22:27: Oder war das zweitausend eh schon kein Thema mehr, da jetzt so ein Schiff zu machen?

00:22:31: Also das waren zwei tausend keine Themen.

00:22:35: Ich finde es nur schade.

00:22:37: Das wäre ein Thema gewesen wo ich auf der Meisterschule war aber das war einfach noch nicht so reif und sprüchig.

00:22:48: Wo lernst du das, wo kannst du's machen?

00:22:52: Und dann kam ja noch die Familie dazwischen.

00:22:55: von daher Ja, war das eigentlich nicht mehr machbar.

00:23:00: Was hättest denn damals gebraucht?

00:23:02: Damit es machbar geworden wäre und damit es vielleicht auch vorstellbar geworden wär.

00:23:06: Was ich da gebrauchte den Mut des Anderen hinter mir zu lassen also wirklich neu anzufangen.

00:23:15: Das ist ja auch eine finanzielle Sache und das habe ich dann halt einfach nicht auf die Reihe gebracht.

00:23:22: Ist das was, was du manchmal Leuten wünschst?

00:23:24: Gerade wenn du jetzt in so einer leeren Rolle bist.

00:23:27: Dass du denkst da ist ein Funke da und versuchst es zu unterstützen diesen Mut herzustellen.

00:23:34: Ja klar man versucht es schon.

00:23:36: also ich habe einen Schülerkampf in der Berufsschule.

00:23:40: Der hat so nebenher Masken geschnitzt für Fastnacht Und das war eine ganz tolle Holzbildhauer muss man schon sagen.

00:23:51: Und aber der ist auch beim Schreinerbleiben.

00:23:54: Also sowas kann man dann schon mal ansprechen, sag du guck doch mal daran da gibt es das.

00:24:00: Aber wenn er das nicht will weiß ich nicht was da Was da dann hemmt.

00:24:05: vielleicht ist einfach auch nur so man hat dann die Sicherheit als Holzbild haben wir schon Da lebst anders wie jetzt als Schrein oder irgendwo wenn da angestellt bist.

00:24:17: Ja mit Sicherheit und gleichzeitig Ist ja extrem wichtig, dass Kunst entsteht und das sie sichtbar wird.

00:24:26: Was hat die denn für eine Funktion?

00:24:28: Also jetzt generell vielleicht auch so zurückdenkend an deine ersten Inspirationen, die du von dem Lehrer an der Meisterschule bekommen hast... ...und vielleicht auch in der ländlichen Region hier wo es nochmal ne andere Rolle hat als irgendwo in Berlin, wo's irgendwie hunderte Galerien gibt.

00:24:44: Schwierig also bei uns aufm Land War das einfach keine Zukunft, es war nichts.

00:24:52: Es war für mich einfach nur reines Hobby und was anderes ist mittlerweile auch jetzt in dem Sinn also vom Berufswege her und von familiärer habe ich da gar kein andere Möglichkeit geht oder nicht gesehen und auch nicht gewagt klar.

00:25:12: Und jetzt entstehen ja Dinge Kunstwerke und Objekte.

00:25:15: Und auch nicht nur von dir, sondern auch von anderen Leuten hier in der Region.

00:25:19: In Schildach gibt es ja auch die Forelle Blau.

00:25:21: Kunst haucht auf!

00:25:23: Was ist dein Gefühl?

00:25:24: Was gibt es den Menschen hier unter Regionen?

00:25:26: oder was würde fehlen wenn ihr das nicht machen würdet?

00:25:29: Also wie mir das nicht mache, würde Werder Bach in dem Sinn langweilig.

00:25:34: Man hätte eine normale Bachmauer.

00:25:37: Es hätte niemand was zum Fotografieren.

00:25:39: Ja auch mal so nachdenken darüber was das da so ist.

00:25:44: Also ich finde schon eine Bereicherung für die Stadt.

00:25:47: Für uns Künstler ist natürlich toll, man hat ein größeres Publikum sogar ein sehr großes.

00:25:53: Da kommt dann schon manchmal eine Rückmeldung.

00:25:56: Was kommen denn für Rückmeltungen?

00:25:57: Zum Beispiel dass jemand so einen Plakat kaufen möchte also diese Leinwände oder sind ja keine Leinwehne das ist ja so eine PVC-Plane die bedruckt ist und die wird er jetzt demnächst wieder abkängt.

00:26:10: Und da kann schon sein, dass dann jemand anruft und sagt, ich hätte es gern auch die Figuren, wo ich bis jetzt gemacht habe.

00:26:17: Dieser berühmte Taucher, wo er dringend stande ist der ist aufverkauft.

00:26:22: also das ist schon ein Marktplatz sozusagen

00:26:26: Also quasi eine Galerie im öffentlichen Raum.

00:26:30: Ja so war's ja auch ursprünglich gedacht wo wir uns zusammengeschlossen haben, diese sechs Künstler.

00:26:39: Wir haben uns getroffen und gesagt, du, wir müssen doch was Gemeinsames

00:26:42: machen.".

00:26:43: Und dann hat der eine gesagt, man bräuchte da einen Name dafür, dann hat man den Namen gesucht und dann hatten wir offene Ateliers gemacht.

00:26:53: An einem bestimmten Sonntag hatte jeder sein Atelier-Kid.

00:26:57: Das ging ja von Schenkezell und Schildach kommt man da rumfahren und die Atelier besuchen.

00:27:04: Dann kam Corona.

00:27:05: Dann ging nichts mehr.

00:27:07: und dann haben wir uns überlegt, was machen wir?

00:27:09: Was können wir

00:27:10: machen?".

00:27:11: Und dann sind wir auf die Idee gekommen, dass im Freien dort am Andeschildtach... ...und durch das ist es jetzt während der Coronazeit sehr gut aufgenommen war.

00:27:23: und jetzt ist schon die Gemeinde wünscht es jetzt.

00:27:27: Das gehört jetzt einfach dazu, dass mir das da mache ja!

00:27:30: Und da werden wir auch unterstützt.

00:27:33: Der große Punkt von der Forelle Blau, diese Veranstaltung.

00:27:37: Und

00:27:39: es ging jetzt viel so um.

00:27:40: das ist sowas wie eine Galerie hat und die Objekte und wird alles mehr oder weniger organisatorisch zusammenkamen?

00:27:47: Was ist denn so ne emotionale Ebene?

00:27:49: also gibt's auch auf der Ebene Rückmeldung dass Leute dir erzählen auf welcher Ebene sie das berührt oder erreicht oder vielleicht auch den Horizont erweitert was ihr macht.

00:28:00: oder du jetzt auch speziell

00:28:02: Ob das der Horizont erweitert?

00:28:05: Ich höre schon die Rückmeldung klar, dass es gut aussieht und das passt ja richtig daher.

00:28:12: Das ist ja ganz toll!

00:28:13: Das gefällt mir.

00:28:14: Also solche Sachen.

00:28:16: Aber ich habe auch nicht so tiefgründige Objekte wo man dann... Die sind jetzt einfach nur nicht da.

00:28:26: Ich habe zwar angefangen mit ein bisschen Krieg und Frieden inspiriert eben über diese Friedenslinde, wo da gefällt wurde.

00:28:35: Ist ein Schilder weil sie kaputt war und mit dem Holz was machen?

00:28:39: also da kommt jetzt so zum erster mal nicht einmal fällt man gerade ein.

00:28:47: ich wollte auch schon sagen dass ich kenne einen Wettverkehr haben riesen

00:28:50: großes bild.

00:28:51: ja

00:28:52: wo?

00:28:53: da ging es um die flüchtlinge wo die große zeit war damit in der ganze Flüchtling das stimmt Das regt natürlich zum Nachdenken an.

00:29:01: Und da habe ich auch diese Rückmeldung gekriegt.

00:29:04: Kannst du jetzt einmal beschreiben?

00:29:06: Also es hat etwa so ein Quadratmeter, im Vordergrund ist ein Schiff oder ein Boot das so verträht wird und das sind dann Menschen drin.

00:29:19: Menschen die zum Teil rausfliegen aus dem Boot Dann solche Schwimmweste, vielleicht zwei Schwimmwäste anhängen.

00:29:30: Die andere nicht nur das ist nur ihr Leben da.

00:29:33: die Fliege dann so raus und das Bild ist dann so ganz dunkel in schwarz-blau kalde und am Horizont sind wir dann die Lichter von irgendwelchen Städten.

00:29:47: also das wäre so der Sehnsuchtsort von den Leuten die in dem Boot drin sitzen.

00:29:54: Das war schon ziemlich harte Kost.

00:29:58: Mir hatte das dann in der Kirche, so eine Ausstellung und so eine Veranstaltung.

00:30:02: Und da war wohl ein Flüchtling dabei, der hat da richtig Probleme mit dem Bild, weil er das erlebt hat.

00:30:10: Also Probleme im Sinne davon?

00:30:12: Dass es emotional ... Es

00:30:13: hat einen Emotional sehr stark bitten immer.

00:30:16: Ja, das war für uns auch ein bisschen oder für mich so ein bisschen ... Darf ich jetzt aber nicht damit krähen, dass das jemand so mitnimmt.

00:30:30: Und was hat es mit dir gemacht?

00:30:31: Weil ich kann mir vorstellen, dass es Leute gibt die sagen Ich will eine Wirkung erzählen und das war eine Wirkung und es tut weh und die Welt wäre schöner ohne Schmerz.

00:30:40: Aber das gehört dazu.

00:30:41: oder hast du dich dann wieder ein bisschen davon entfernt?

00:30:44: Nein, ich hab mich eigentlich wieder davon entfernd.

00:30:48: Also ich habe...das war halt das Thema Das war der Vorgebe irgendwas mit Rheinland und Flüchtlingen.

00:30:57: Das habe ich darauf hingemacht, ja zurzeit mache ich das jetzt auch wieder mit der Friedenslinde-Krieg und Frieden versuche es da so darzustellen.

00:31:07: also das ist schon da.

00:31:09: also man möchte auch ein bisschen kritisch sein.

00:31:11: aber eigentlich ist mir es am liebsten wenn ich solche Figuren mache und die Leute gefällt sind.

00:31:18: dann hat sich das

00:31:19: Was mich noch interessieren würde gerade so von diesem Bild ausgehend, weil es gibt ja diesen gemaltem Hintergrund.

00:31:25: Es gibt die Skulptur, die wirklich am Bild dran ist und dann noch Objekte, die eben schon rausgefallen sind.

00:31:30: Und die sind dann wenn's ausgestellt ist tatsächlich auch auf dem Boden vor dem Bild unten.

00:31:35: Und das ist ja schon was wo du so verschiedene Formen verbindest und auch aufbricht.

00:31:40: Wo kommt denn die Inspiration her?

00:31:42: Ich hatte den Gedanken vorhin auch schon als Erzählter mit, was für Materialien du arbeitest und diese Experimente mit verschiedenen Arten die Objekte einzufärben... ...wo kommt es

00:31:51: her?!

00:31:52: Ich meine, diese drei Dimensionalität auf dem Bild finde ich halt immer toll!

00:31:59: Also das ist ein bisschen mehr wie nur die Figuren.

00:32:05: Ich kann also mehr zeigen, wenn ich einen Hintergrund habe wie jetzt nur mit der Figur.

00:32:11: Ja das kramt dann halt so.

00:32:14: Kann ich gar nicht sagen da hab' ich auch keinen Vorbild oder auch nicht so... Das habe ich schon so oft mal gesehen dass es solche Strukturen auf Bilder gibt die recht weit raus kommen und dann wieder... Also was schon reliefartig in dem Sinn Und aber so Ja, das ist einfach so.

00:32:36: Das kam so.

00:32:37: Also habe ich jetzt auch keinen Vorbild.

00:32:39: also ich wüsste nicht wo jemand sowas macht.

00:32:43: und bei den Materialien wie kamst du zum Beispiel auf die Schuhcreme für Haare?

00:32:47: Weil dir einfach da... Du brauchst doch was!

00:32:49: Da steht die Tuber und los geht's.

00:32:51: Oh je, das schon so lange her.

00:32:55: Ja, die Schuhecreme war einfach da Und das kommt man gut mit dem Labbe aufnehmen und dann einfach so drüber.

00:33:08: Dann kommt man wirklich mit einer Bürste, die ist auch wieder ein bisschen reinbürstet.

00:33:13: Das ist eigentlich ganz toll!

00:33:15: Das entsteht dann einfach.

00:33:18: Das versuche ich schon so verschieden.

00:33:20: Auch beim Malen, wenn ich solche Bilder gestalte... Da gibt es so Marmorpaste und Asche und Hobelspäne.

00:33:32: Dort probiere ich schon recht viel aus, aber das sind ja dann einfach nur die Bilder und wo dann vielleicht eine Figur oder sowas dazukommt.

00:33:41: Das heißt, dass experimentieren spielt eine große Rolle?

00:33:43: Und dann musst du dich wahrscheinlich auch damit abfinden, dass es immer mal wieder schief geht!

00:33:47: Ja, das ist klar.

00:33:48: Das ist dann mir einfach eine Quelle und dann kommt es halt wieder... Aber das ist ja schön wenn man Leinwand hat, dann streicht man einfach drüber!

00:33:56: Und dann fängt man wieder von vorne

00:33:57: an.

00:33:58: Also es ist ... Wenn einem so was wirklich der Nebe geht Dann kann man wirklich mit Farbe und vielleicht nochmal mit einer anderen Struktur schon viel retten.

00:34:09: Also da kann man schon viele

00:34:10: mal.

00:34:12: Das heißt, zu deinem Repertoire gehört nicht nur die Technik was herzustellen sondern auch Techniken ums zu retten damit du überhaupt die Freiheit hast ins Risiko zu gehen.

00:34:20: Also was Bilder anbelangt schon das mal schon.

00:34:24: nur wenn ich jetzt am Holzarbeit da ist eigentlich in dem Sinn nichts hinzugfügt also irgendwas abricht bei dem Holz dann bricht es ab.

00:34:36: Das heißt er wird auch nicht geklebt geschraubt?

00:34:39: Manchmal, ich habe schon einmal eine Figur verschickt übers Internet an die das kauft.

00:34:45: Und dann hat sie halt angerufen und gesagt, die Figur wäre angekommen aber der Kopf ist ab!

00:34:52: Und dann hab ich gesagt, ja gut, dann soll's ihm was wieder zurückschicken... ...und ich hab' es dann repariert, gell?

00:35:01: Das muss man dann auch schon machen, klar.

00:35:04: Aber wenn's während des Arbeitsprozesses etwas wegbricht Dann ist das einfach so und dann mach ich das nicht mit hin.

00:35:12: Warum?

00:35:15: Weil, einfach meistens hippt es nicht richtig.

00:35:19: Da musst du einen sehr hohen Aufwand machen.

00:35:22: Und da bin ich dann schneller.

00:35:24: Also gerade wenn dein Arm wegfällt oder so, kommt halt was anderes.

00:35:27: Dann mache ich das halt anders.

00:35:28: Also schon aufwendig!

00:35:30: Wenn man das richtig reparieren will, also da muss man ein Stift reinmachen, grad bei dem Kopf wo der jetzt weg war... Da kann man dann schon in die Mitte so ein Art Zahnstocher reinstecken und das Ganze verleimen.

00:35:44: Das geht schon, aber mache ich nicht.

00:35:50: Auch wenn das Holzstück die Größe hat oder ich meine, ich brauche es so breit, da leime ich nichts hin.

00:36:00: Das Einzige ist beim Linderholz, da kann ich das schon machen.

00:36:08: ist schon so, wenn ich da bloß eine bestimmte Breite habe.

00:36:11: Man muss sich halt ein Stück dazuleimen, dass das reicht.

00:36:15: Weil da plane ich ja der Unterschied.

00:36:18: Wenn du dich jetzt festlegen müsstest auf eine Arbeitsweise also die Geplante oder die wo du dich damit arrangieren musst was passiert für welche würdest du dich entscheiden?

00:36:29: Ja für die, wo ich einfach gucke was macht das Holz mit mir?

00:36:33: nicht was ich mit um Holz mache sondern was macht es Holz mit

00:36:36: mehr Und was bedeutet das für dich?

00:36:39: Oder warum magst du es lieber?

00:36:42: Ja, ich möchte einfach der Natur nicht widersetzen.

00:36:46: Sondern ich arbeite einfach mit dem, was es mir gibt und das finde ich halt einfach... ja, das gefällt mir halt.

00:36:55: Das ist so ein Stück ...mit der Natur Arbeiter.

00:37:00: Er

00:37:01: hat mir viel verhindern auch schon eine Analogie ein weil Ich arbeite viel mit Sounds und Umgebungsklängen Und da kann man jetzt auch selten wirklich genau sagen, wie dieser Klang rauskommen soll.

00:37:13: Weil irgendwas passiert nebenher und das sind ja auch keine Instrumente die man aufnimmt.

00:37:17: Da gibt es schon diesen Prozess dass ich gucke was ist denn da so?

00:37:22: Was kann ich damit machen?

00:37:23: Es gibt dann auch die Möglichkeit noch ein bisschen dran rum zu formen und Aspekte herauszuheben.

00:37:29: Aber man kann jetzt selten was komplett Neues draus machen und noch beim authentischen Sound bleiben.

00:37:35: Also ich kann das so auf dieser Ebene total nachvollziehen.

00:37:37: Ja,

00:37:37: und es ist genau diese Ebene!

00:37:39: Das ist so... also so geht's mehr bei halt.

00:37:42: Und gleichzeitig finde ich auch die Grenzen, diese Aufzeigt in einem kreativen Prozess, die tun auch gut weil wenn ich alle Möglichkeiten der Welt habe dann bin ich eigentlich schon wieder gelähmt und blockiert.

00:37:53: Weil welche, dann die richtige?

00:37:54: Welche ist wichtig?

00:37:55: Was soll ich machen?

00:37:56: Und wenn dann schon die Umgebung sagt, hier gibt es eigentlich nur einen Weg und den musst du auch noch finden.

00:38:01: Das ist manchmal leichter auf eine verrückte Art.

00:38:05: Ja klar, man hat ja nicht so viel Möglichkeit in der Überraus zu gehen um das zu versuchen.

00:38:10: Ist richtig?

00:38:12: Wenn du jetzt so ein Stück Holz suchst nimmst du alles mit was du kriegen kannst.

00:38:19: also wenn du jetzt irgendwo unterwegs bist zum Beispiel weil du hast beschrieben Es gibt nicht mehr so viele an Sträben wie früher Oder hast du da so einen Blick, dass dir am Strand zum Beispiel schon was ins Auge springt und du sagst, das nehme ich mit.

00:38:32: Und das lasse ich liegen?

00:38:33: Ja also mittlerweile ist es so.

00:38:37: Früher habe ich sehr viel mitgenommen und hab dann wirklich erst so im Keller dann angefangen zu schauen in der Werkstatt, was wird's... ...und heute ist schon so, dass sich mehr bewusst raussucht, was ich finde, was Ich sehe Und meine Frau ist dann auch da oft oder immer dabei und sie sucht dann auch.

00:39:04: Also es wird schon bewusster ausgesucht wie man das früher gemacht hat, ja?

00:39:09: Das ist so!

00:39:10: Und auch von der Größe her.

00:39:12: ich nehme mir die große Teile mit weil das einfach mit dem Auto... Das war ja früher.

00:39:18: Früher hatte man größeres Auto, da ging's noch aber jetzt ist es einfach begrenzt.

00:39:22: Ich hab direkt Bilder im Kopf, wie dann die Rückfahrt aus dem Urlaub aussah.

00:39:28: Ja ja klar, man hat da schon... Man hatte mal einen Freund besucht in Costa Rica und da habe ich dann auch ein Holz mitgenommen und hab das dann im Koffer rein in eine Handdücher eingewickelt und prompt an Zoll musste ich den Koffe öffnen.

00:39:47: Und

00:39:47: dann haben sie auch zuerst nicht gewusst was das jetzt soll.

00:39:56: Wir haben vorhin schon über den öffentlichen Raum gesprochen und so eine Sache, die mir einfiel in der Recherche war.

00:40:04: Dass es natürlich hier weniger Galerien gibt oder Museen oder wirklich das Ausstellungsorte, die nur dafür da sind dass da Kunstobjekte ausgestellt werden.

00:40:15: Und es gibt ja dann so, dass man mal eine Sparkasse ausstellt oder das Schloss in so jetzt glatt.

00:40:22: Also so Orte die mehr oder weniger umgewittmet sind oder die einen Zusatzraum bieten für Ausstellungen.

00:40:27: Was bringt es für Herausforderungen mit sich und vielleicht auch was für Vorteile?

00:40:32: Eine

00:40:32: gute Herausforderung ist... Man muss natürlich die Räume dann anschauen, weil wir jetzt gerade eine Sparkase im Wohlfach, wo wir früher waren.

00:40:44: Ja, und dann muss man eben schauen was macht man da?

00:40:47: Also ich zumindest... Ich musste da deine große Figur machen.

00:40:51: Weil sonst geht die unter in so einem Raum.

00:40:54: also es soll schon so menschengroh sein Was es uns bringt oder was es mir bringt Es macht ein bisschen bekannter Und ich meine mal mach das gern Aber sie ist halt auch ein irrsinniger Aufwand

00:41:06: Inwiefern?

00:41:07: Man muss diese Figuren richten, man muss die Bilder richten Man muss am Ausstellungsort geeignete Platz finde, man muss Stellwände rauskramen und das ist schon aufwendig.

00:41:21: Man muss es beschriften.

00:41:22: da harbert's bei mir also ein bisschen dass ich da ein bissel zu Schluterik bin.

00:41:29: Man muß Preise hinhängen und solches einfach.

00:41:33: Das heißt Schluterick?

00:41:34: Also du hast dann irgendwas hinschreibst oder...

00:41:36: Ja ne!

00:41:37: Ich bin

00:41:38: als auch... Das ist mit dem Signierer auch.

00:41:42: Ich bin da manchmal, dort denke ich gar nicht dran an so eine Figur und dann kommt ... Dann wird die verkauft oder irgendwann kommen, ja, die ist ja gar nicht signiert.

00:41:50: Ja... Und dann ein Kärtchen zu schreiben, dass man ganz früher hatte ich noch sogar den Fundorten daran geschrieben.

00:41:59: So in der Contasseur oder irgendwo wie die Strände Kaiser.

00:42:03: Und das mache ich jetzt auch nicht mehr.

00:42:05: Irgendwie verliert sich das!

00:42:07: Ja also einfach weil es für dich keine Hauptsache ist?

00:42:10: Ja, schon schwer das Mal.

00:42:12: Aber am Anfang war es schon noch da so Strand-Fundort die Holzart... Gut, die Holzarte schreibe ich immer noch hin wenn ich sie rauskrieg.

00:42:25: Das ist manchmal schwierig aber in der Regel kriege ich das raus.

00:42:29: Was ich mich noch gefragt hatte geht wieder so in Richtung öffentlicher Raum.

00:42:32: Ihr habt euch ja mit Forelle Blau auch ein bisschen committed gemeinsam wahrgenommen zu werden und gemeinsam aufzutreten.

00:42:39: Und gerade, wenn ihr jetzt so einen sehr öffentlichen Ort wie das Schildtagvorland bespielt.

00:42:45: Wie entscheidet Ihr was da ausgestellt wird?

00:42:48: Also vielleicht in welcher Form?

00:42:50: und dann aber auch war es und gab's doch schon mal Diskussionen.

00:42:53: Ja,

00:42:54: da gibt's jedes Mal Diskussion.

00:42:56: Also erst einmal ist stellt jeder aus, was er meint.

00:43:00: Also mir bespräche nicht, ist das okay oder ist das nicht ok?

00:43:04: oder könnte man das, sondern jeder macht es für sich der sucht sich seine Bilder raus oder seine Figur und die wird dann ausgestellt.

00:43:15: Und immer wieder die Diskussion hat man aber, ich bin der Meinung, man müsste das mit einem Thema untermauern weil man einfach den Zuschauer oder ja den Leuten so ein gewisses Thema vorgibt und dann fängt man an, was hat denn das mit dem Thema zu tun?

00:43:40: Und dann kommt man erst mal in diese Situation, dass man ein Bild richtig anschaut.

00:43:47: Und dann komme ich auch selbst so als Künstler wenn du dabei bist, dann kannst du es unterstützen und dann kommen solche Gespräche.

00:43:57: Das wird viele von uns möchte das nicht dass man da kein Thema vorgibt, aber ich finde es immer auch für mich selber sehr gut wenn ein Künstler ein Thema hat und auch darüber redet.

00:44:13: Das bringt einem weiter!

00:44:15: Und so haben wir jetzt also diese Ausstellung einfach jeder bringt sein Bild und das wird dann so gemacht.

00:44:23: Also da ist nicht viel abgestimmt oder im Vorfeld Klar, wir sagen im Vorfeld das und das.

00:44:34: Man zeigt es, man hat es ja dann zumindest mal halbfertig... ...und da wird nicht drüber abgestimmt oder so.

00:44:42: Das heißt gibt auch kein Veto?

00:44:44: Nee, das geht jetzt irgendwie gegen meine politische Einschätzung?

00:44:48: Nein!

00:44:50: Es

00:44:50: muss jeder selber verantworten, was er dahin stellt und hinhängt.

00:44:54: Und gab's schonmal das Bedürfnis sich irgendwie dann abzugrenzen und zu sagen, da steht es dieses Bild.

00:44:59: Und das hat mit Forelle blau zu tun aber nicht mehr?

00:45:02: Ich glaube ich lebe dann

00:45:04: nicht.

00:45:06: Kann ja passieren wenn du das auch gestaltet hast.

00:45:09: Ja klar könnte!

00:45:11: Und vielleicht wäre es auch gar nichts Schlechtes, wenn's mal passiert.

00:45:14: Das schaut ganz gut so irgendwie also oft auf der einen Seite diesen Freiraum wo jeder hat Aber ich finde es einfach für die Zuschauer oder die gucken das dann halt an Das spielt schön.

00:45:28: Und wenn da ein bisschen mehr ... das Thema mehr rauskommt, dann könnte es sein, dass beide Bilder oder irgendwelche Bilder nehmt an der Hänge und man spürt auch gleiche Themen.

00:45:43: Also, wenn der Betrachter so wahrnimmt.

00:45:47: Und das ist ja jetzt nicht der Fall.

00:45:48: Wenn man da hin guckt, sind's ja lauter verschiedene Sachen.

00:45:52: Da hast du vorhin schon erzählt, Gemeinde, dass die Stadt Schildtacht jetzt schon so einen festen Bestandteil sieht und vielleicht auch so die Bürgerinnen hier.

00:46:03: Sie sagen okay das ist halt so da gibt es das am Vorland.

00:46:06: Und dass es auch somit Sachkosten unterstützt wird.

00:46:09: was sind denn Dinge, die ihr euch noch wünscht in der Region?

00:46:13: Was für euch als Künstlerinnen besser laufen könnte?

00:46:17: Mein Wunsch wäre, dass man doch mal versucht Irgendwo so eine Räumlichkeit findet, wo man dann da drin arbeiten kann und von unseren verschiedenen Leuten da sind.

00:46:34: Das haben wir auch schon x-mal durchgesprochen aber es geht einfach nicht weil wenn man das öffentlich macht muss jemand von uns dabei sein.

00:46:45: Dann brauchst du wieder einen Plan wo dann jeder dran ist.

00:46:50: Das ist dann so aufwendig wieder, dass man das eigentlich gar nicht so wahrnehmen möchte.

00:46:56: Also von dem her... Ich finde es ganz gut, dass wir jetzt einfach diese große Ausstellung machen können, wenn ihr verschiedene Schaufenster wohl leerstehe und die mal auch bestücken.

00:47:08: Von dem her größere Wünsche haben wir da eigentlich.

00:47:12: Es ist nochmal für mich privat.

00:47:17: An Frankreich, wie schön das ist.

00:47:19: Wenn man da in so einer Gasse ist und plötzlich kommt mal ein Raum rein ... Da sitzt er an der Bootrechselt und so.

00:47:25: Und man kann mit dem ein bisschen reden.

00:47:28: Das finde ich halt immer toll!

00:47:30: Und sowas wäre natürlich für mich ein Schild nachau.

00:47:33: Manchmal kommen auch Leute wenn ich die Tür offen hab.

00:47:36: Ich wollte

00:47:36: grad fragen ja, was ist Patinzärwählter?

00:47:38: Ja dann kommen es schon Leute rein oder zumindest streckete Kopf rein.

00:47:44: So eine Hemdliste dann doch einzugehen.

00:47:47: Also das kommt schon vor und ich schaue das dann auch an.

00:47:51: Und

00:47:53: was du jetzt gerade beschrieben hast als Wunsch wäre, aber quasi ein gemeinsamer Raum?

00:47:58: Und auch so eine Mischung aus Werkraum, Ausstellungsraum und irgendwie so einem Ort wo man auch abhängt und sich trifft?

00:48:04: Ja genau sowas.

00:48:06: Wo man wirklich einfach malig guckt dahin und schaut mal wer da ist.

00:48:12: gut vielleicht ist es immer oder ich kenne einige Jugendliche, die machen das alles übers Helden.

00:48:21: Neulich habe man angefragt, da waren gestern in Schwimmbar, da sind immer Leute, nötig als niemanden und es war halt noch hin zu unserer Zeit, da war das halt einfach so.

00:48:30: du bist hingegangen und irgendjemand war immer da und das ist heute auch ein bisschen schwierig.

00:48:37: aber sowas wäre schön wenn man sowas hätte wo wir dann Räumlichkeiten hat, wo man die Ausstellungen vielleicht ein bisschen male kann und dann irgendwie zu zukommt.

00:48:50: Das ist lustig!

00:48:51: Meine nächste Frage wäre dir nach dem Traumprojekt gewesen also unbegrenzte Ressourcen und Mittel und was auch immer so ... Was wäre ein Traumproyekt hier in der Region?

00:49:01: Wäre es das oder gibt's da noch etwas anderes?

00:49:03: Nee, das werde ich eigentlich werden Das wäre sowas.

00:49:07: Und was bräuchte es?

00:49:08: Jetzt mal so eine Mischung aus ganz hypothetisch, alles ist möglich und gleichzeitig pragmatisch.

00:49:13: Was braucht's damit das entstehen könnte?

00:49:15: Also wir brauchten halt einen Raum.

00:49:17: Wir brauchen dann natürlich auch Leute die da einfach mitmachen.

00:49:25: Mehr brauche ich eigentlich nicht.

00:49:27: Es ist nur ein Raummöglichkeit und ein paar Leute, mit denen man das umtreiben kann.

00:49:33: Das heißt, wenn ich jetzt Leute höre, vielleicht auch nicht direkt aus Schildtag die sagen ja das sehe ich auch so.

00:49:38: Das brauchen wir unbedingt?

00:49:39: Dann kann man sich mal melden und keine Ahnung!

00:49:41: Vielleicht kommen wieder die kritische Menge an Menschen zusammen.

00:49:43: Da muss man was schauen,

00:49:44: oder?

00:49:45: Ja.

00:49:45: Ich hätte immer gut solche Ideen rauszuwerfen und zu gucken ob er es zurückkommt.

00:49:49: Ja, ich seh das ja auch bei der Szene vierersechzig in Schrammberg.

00:49:55: da habe ich auch schon solche Kurse gemacht oder gegeben und da gibt's eine... Malgruppe, die trifft sich dann montags und total unterschiedlich.

00:50:10: Also da kommen auch immer Leute, das ist da immer ganz locker, dass es da einfach ... Da läuft das so.

00:50:15: Aber

00:50:16: da sind die zwei oder drei Zitritzinsen, die dann quasi jeden Montag dort sind.

00:50:23: Die muss man dann aufhinden und die muss das machen.

00:50:28: Okay, also falls jemand sowas auch machen möchte dann genau connecten wir euch.

00:50:34: Dann meine vorletzte Frage.

00:50:35: Wessen Arbeit bewunderst du?

00:50:38: Also gibt es eine Person gerade so im Landkreis wo du sagst die macht ganz tolle Arbeit im kulturellen Bereich und die bräuchte eigentlich mal so ein Sportleit dass sie sichtbarer wird und Anerkennung bekommt.

00:50:52: Also es gibt schon Leute, die ich da bewunder in der Richtung was sie machen.

00:50:58: Aber diese sind natürlich auch schon wieder die Hennepühne.

00:51:02: also dieser armen Göringer aus Zell den finde ich ganz toll.

00:51:07: er macht ja diese großen und aber auch sehr kleine difficile Sache mit einer Kittensäge macht eine Reliefe und das finde ich toll.

00:51:19: sowas.

00:51:20: Das ist also in der Region bei uns und dann gibt es noch einen Bücherler, der tut Maskenschnitze.

00:51:28: Also keine Fastnachtmaske sondern fantasievolle Masken.

00:51:36: aber er hat auch schon die Bühne da ein Rottweil oben und das ist... Der ist auch nicht unbekannt.

00:51:43: Aber das sind so die... Also der Armin Görner macht so tolles A und aber halt ein bisschen anders wie ich.

00:51:52: Teilweise habe ich es auch schon versucht so zu machen, das geht auch.

00:51:56: Aber das ist doch schon mal cool.

00:51:58: also ich hatte die beide noch nicht auf dem Schirm und werde jetzt mal reingucken?

00:52:01: Genau!

00:52:03: Dann zur Abschlussfrage dich immer stelle was kann ich von dir lernen oder was können Menschen für dir lernen?

00:52:13: Ja gut, wenn ich in Richtung Bildhauer was machen möchte.

00:52:17: Dann könnt ihr auf jeden Fall bei mir den Umgang mit Werkzeug lernen und auch sage ich jetzt mal so die Formen, die Proportione das kann ich auch gut an.

00:52:28: dann mal schnelles Kitzel machen wie man damit arbeitet.

00:52:33: Das könntest du lernen.

00:52:35: Vielen vielen Dank für das Interview

00:52:37: Bitte.

00:52:37: Und jetzt gehen wir noch nach unten Sagen wir noch ein paar Sounds und ich gucke dir nur über die Schultern, weil so ein paar ganz konkreten Arbeitsschritten.

00:52:49: Was für Klänge bedeuten dir was in deinem Arbeiten?

00:52:53: Oder vielleicht gibt es ja auch Klänge, die der im Arbeiten auch etwas über das Material oder den Prozess erzählen?

00:52:58: kann ich mir vorstellen dass da viel auch über die Ohren geht?

00:53:02: Ja gut bei jeder Säge oder bei jeder Fräse wenn's Widerstand gibt oder sowas dann hört man das gar nicht.

00:53:11: Was für eine Maschine ist das?

00:53:12: Das ist

00:53:12: jetzt ne Fräsmaschine.

00:53:16: Die hat dann Sägeblatt und da kann ich ganz einfach viel Material am Anfang wegnehmen.

00:53:24: Ich stecke doch sie nämlich einmal mit!

00:53:26: Ja,

00:53:44: ich möchte es da oben so lassen.

00:53:46: Da halt so ein bisschen raue Struktur...

00:54:07: Du beschützt durch eine ungefähr Zentimeter dicke Schicht und im Kern sieht man so eine ganz andere Qualität von Material.

00:54:15: Genau, das ist jetzt das Kernholz.

00:54:19: Das ist eine Platane.

00:54:21: Und es aussieht einfach diesen Basch-Sackband dazu.

00:54:26: Dieses Weichholz und der Kern ist eben das härtere.

00:54:32: Die Verwitterung ... ist hier schon so weit fortgeschritten, dass das bis zum Kern reicht.

00:54:39: Da ist jetzt die Frage, wie ich mein Gesicht hinbekomme?

00:54:42: Weil das ja auch alles noch das weiche Holz ist.

00:54:57: Also geht es in der Richtung

00:54:59: ... Ich würde gern einmal das Ausspannen und Einspannen nur für einen Zahn-Aufnehmer.

00:55:14: Was auf jeden Fall noch anders klingelt, ist wenn ich z.B.

00:55:19: bald mit dem arbeite.

00:55:27: Wer hat sich von der Dekopierserge erzählt?

00:55:30: Ich glaube, es könnte auch noch ganz interessant sein.

00:55:46: Das ist tatsächlich auch sehr schön, wenn du einfach so die Zeug zusammen schiebst!

00:55:55: Ja gut, das war dann doch die Decchetteserge...

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