Ausverkauftes Konzert vor der ersten Probe – mit Steffi Flaig

Shownotes

Ort & Gäste Jonas ist bei Steffi Flaig zu Hause in Schramberg mit Blick auf das Gymnasium, Im Wohnzimmer ein Klavier und Noten, im Keller ein Bandraum mit Gitarren, Amps, Mikrofonen und Schlagzeug. Sie ist Gymnasiallehrerin für Musik und Französisch, Chorleiterin und Gründerin des Golden Era Orchestras.

Worum es geht Steffi erzählt, wie sie mit Hauptfach Klarinette studierte und während des Studiums zur Sängerin wurde. Wie aus dem Steffi Flaig Trio das Golden Era Orchestra entstand, ein Ensemble, das heute bekannte Songs im Stil der Goldenen 20er spielt und beim ersten Konzert ausverkauft war, bevor die Gruppe überhaupt das erste Mal geprobt hatte. Es geht um das Dirigieren von 130 Stimmen in einer gemeinsamen Klangwolke, um die Frage, was Musik für eine Gemeinschaft leisten kann und um die großen Musikproduktionen in Schramberg, bei denen sich Menschen hinter und vor der Bühne über Monate zusammenfinden. Und um einen kleinen Traum: einen ambitionierten Chor hier in der Region.

Soundtrack & Infoblock Jonas sammelt bei Steffi zu Hause Klänge: Atemübungen und Bodypercussion, Klavier, Blubbern. Daraus entsteht der Soundtrack dieser Folge.

Am Ende jeder Episode gibt es den Infoblock: Ankündigungen für Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Theater, Festivals und mehr, direkt aus der Region. Schickt eure Termine per Sprachnachricht (max. 30 Sek.) an +49 1575 5457455 (WhatsApp oder Telegram).

Abschluss Kulturfrequenzen ist Teil des Projekts „Kultur verbindet", für das der Landkreis Rottweil im Bundesprogramm Aller.Land ausgewählt und gefördert wurde. Produktion, Komposition und Interview: Jonas Urbat.

Transkript anzeigen

00:00:01: Wir waren gerade dabei, das erste Gruppenfoto zu schießen und mankontische Karten kaufen.

00:00:06: Und dann haben wir uns Anfang Januar zum ersten Mal zum Proben getroffen... ...und da mussten wir dann schon.

00:00:11: die Karten sind weg!

00:00:14: Wenn es so weit ist, dass man tatsächlich zum Probe- und Musikieren kommt,... ...dann hat man schon das Allermeister geschafft, habe ich einen Eindruck.

00:00:21: Es gibt einfach jeder von sich.

00:00:24: so viel und steckt soviel Herzblut in dieses Projekt rein über Wochen- und Monate.

00:00:29: Und alle fiebern da drauf hin, man verbringt unglaublich viel Zeit zusammen!

00:00:34: Ich glaube das springt einfach dann aufs Publikum über, dass alle da so viel reinstecken.

00:00:40: Auf der Bühne ist immer Drama, das ist ja das was so viel Spaß macht.

00:00:44: Da geht es uns allen eigentlich auch immer so.

00:00:46: wir müssen uns am Montagabend überwinden, dass wir noch in die Chorprobe gehen aber es geht hinterher allen besser.

00:00:53: Man braucht so eine Initiative, einen Stückchen Mut da hinzugehen um das zu machen.

00:00:57: Aber es kann sofort losgehen und man braucht auch nicht unbedingt Noten lesen können oder sowas.

00:01:03: Dadurch dass es einfach so direkt losgehen kann und sich direkt mit dem Körper was mache... Hier erfährt man ja diese Selbstwirksamkeit, dass man wirklich selber etwas schaffen kann!

00:01:11: Und wenn ich singe, kann ich in diesem Moment nichts anderes machen.

00:01:15: Ich glaube, das ist unsere Hauptaufgabe zu vermitteln irgendwie wie wichtig es ist, dass mal selber was macht.

00:01:21: Trotzdem ist ja so, dass viele Musikvereine damit kämpfen.

00:01:24: Dass der Nachwuchs bei der Stange bleibt oder das überhaupt Leute kommen.

00:01:29: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Kulturfrequenzen!

00:01:33: Ich bin Jonas, Musikproduzent und Klangkünstler Und mich interessiert wie Menschen hier im Landkreis Kultur machen Wie sie arbeiten Kunst erschaffen und dabei oft ganz nebenbei Klangräume entstehen lassen Einfach durch das was Sie tun und wie sie arbeiten.

00:01:45: In diesem Podcast treffe ich die Menschen Die die kulturelle Vielfalt in der Region prägen.

00:01:49: Wir sprechen über ihre Arbeit, was sie antreibt.

00:01:52: Ihre Visionen und Über-Herausforderungen Und wir schauen darauf wie Kultur unser Zusammenleben beeinflusst ob Sie Gräben überwinden kann und neue Verbindungen schaffen.

00:02:00: Am Ende jeder Folge kommt noch der Infoblock.

00:02:02: Da könnt ihr eure Veranstaltungen, eure Festivals, Theaterstücke, Märkte usw.

00:02:07: vorstellen.

00:02:08: Wie das funktioniert erzähle ich euch nach dem Gespräch.

00:02:11: In dieser Folge bin ich zu Gast bei Steffi Flyk, mit Blick auf Schramberg und das Gymnasium an dem sie unterrichtet.

00:02:17: Unten im Keller gibt es einen Bandraum mit Schlagzeug – im Wohnzimmer ein Klavier wo noch Noten vom letzten Konzert liegen, bei dem sie hundert dreißig Sängerenden aus Siebenkören angeleitet hat.

00:02:27: Steffy unterrichtete Musik und Französisch am Gymnasiums.

00:02:30: Sie leitet einen Chor und singt selbst in verschiedenen Bands.

00:02:32: Das neueste Projekt ist das von ihr gegründete Golden Era Orchestra, das bekannte Songs von heute in den Stil der goldenen Zwanziger kleidet.

00:02:40: Wir sprechen darüber wie sie vom Hauptfach Klarinette zur Sängerin wurde was es braucht um neue Projekte in der Region auf die Beine zu stellen warum ein Abend mit Retro Glamour und weder erkennbaren Songs irgendwas in Menschen trifft und was die großen Musikprojekte hier in Schramberg für Gemeinschaft und Identität leisten.

00:02:56: Und natürlich sammeln wir auch hier Klänge, Atemübungen, Body-Percussion und Klavier.

00:03:01: Und daraus entsteht der Soundtrack dieser Folge!

00:03:03: Wenn euch der Podcast gefällt, empfehlt ihn gerne weiter – und jetzt viel Spaß mit der Folge mit Steffi Flyck!

00:03:10: Das

00:03:18: ist heute

00:03:22: am Feiertag anders.

00:03:25: Wir haben

00:03:30: einen Blick auf das Gimmie, wo wir beide auf der Schule waren und musikalische Plätze zusammen machten?

00:03:36: Genau!

00:03:37: Da schaue ich jeden Tag drauf.

00:03:39: Ich höre hier auch den Schulgong aus, aber den höre ich normalerweise.

00:03:46: Diese Woche klang es nicht so oft, weil Abiturprüfungen

00:03:49: sind.

00:03:50: Dann wird der Gong abgestellt

00:03:52: damit die nicht gestürzt sind.

00:03:55: Wir sind bei dir zu Hause.

00:03:57: Passiert Musik oder Kultur, um aus der Podcast sich zu fragen?

00:04:02: Musik passierte natürlich auch, weil sämtliche Vorbereitungen von mir stattfindet, sei es für die Schule und Üben.

00:04:10: Oder die Chorproben vorbereiten.

00:04:14: Meine Kinder machen tatsächlich auch Musik!

00:04:17: Also wir haben unten den Bandraum ... Da klingt's regelmäßig sehr laut.

00:04:24: Der kleine spielt sehr gern Schlagzeug und der große Landklavier, eben das Klavier im Wohnzimmer.

00:04:30: Da wird auch fleißig drauf rumgeklimpert.

00:04:32: Ja cool!

00:04:32: Ich meine ein Bandraum in Keller spricht ja schon für eine sehr musikaffine Familie.

00:04:37: Ja da steht alles möglich herum.

00:04:39: Cool inklusive Schlagzeuge?

00:04:40: Inklusive Schlagsäugern.

00:04:42: Es spielt zwar offiziell noch keiner Schlag Zeug aber wir können hier Bandproben machen tatsächlich.

00:04:46: Das ist ganz praktisch ohne dass man großartig was aufbauen muss.

00:04:49: Also passiert das ab und zu, dass er hier Ben probt?

00:04:51: Ja genau.

00:04:51: Das machen wir ab und Zu.

00:04:52: bei uns im Keller standen schön kuschelig so sechs Personen in einem Raum aber

00:04:56: es geht.

00:04:57: Ja sehr cool!

00:04:58: Dann gehen wir mal rein.

00:05:00: Du meintest schon mit Soundsammel wird vielleicht schwierig aber ich glaube finden immer was vorrangend.

00:05:07: Da war doch die Snare.

00:05:09: Die ist

00:05:11: nicht so

00:05:14: sanfter.

00:05:15: Genau eher so ein paar Kassen.

00:05:17: Jetzt komme ich hier ins Wohnzimmer und das ist ein großer Raum wieder mit Blick auf Schrammberg und mit einem Klavier Und hier liegen schon Noten?

00:05:24: Hier liegen noch Noten.

00:05:26: Ja, das ist ein Stück des letzten Wochen erklungen ist bei einem Chor-Konzert, bei dem sieben Chöre gemeinsam gesungen haben.

00:05:33: Wow!

00:05:34: Das war echt schön.

00:05:35: Und du hast das Ganze geleitet oder warst mit deinem Chor dabei?

00:05:37: Beides

00:05:38: also.

00:05:38: wir haben uns die Leitung aufgeteilt.

00:05:40: Also jeder Chorleiter durfte quasi diese Stücke dir vorgeschlagen hat selbst dirigieren.

00:05:47: Und ja, das war wirklich richtig schön.

00:05:48: Weil so eine große Masse an Stimmen hat man jetzt eher selten und es waren tatsächlich Hundertdreißig Sängerin und Sänger.

00:05:55: Da kamen ne richtig schöne Klangwolke.

00:05:58: Genau!

00:05:59: Wie stand das Dirigieren?

00:06:00: Und auch das Proben anders.

00:06:01: was verändert sich dann wenn wir so viele Menschen auf einmal irgendwie koordinieren und vielleicht auch motivieren muss?

00:06:07: Also ich glaube schon, dass es dirigatgrößer

00:06:09: wird.

00:06:12: Ja was macht halt auch total Spaß dann vor so einer großen Menge Klang zu formen?

00:06:17: Das hat mir echt großen Spaß gemacht.

00:06:20: Gemeinsame Proben wo wirklich alle mit dabei waren hatten wir ja nur wenige also das waren zwei oder drei.

00:06:27: das heißt die Hauptprobenarbeit läuft wie immer im Kleinen, also jeder Chor hat für sich geprobt und wir haben natürlich ich hauptsächlich am Klavier gebrobt damit die Töne sitzen.

00:06:39: Und dann in der Kirche da mit allen, dann konnte man wirklich richtig dirigieren und sich richtig ausleben.

00:06:47: Also im Vorfeld die Organisation ist es immer ein bisschen schwierig und war teilweise vielleicht auch ein bisschen chaotisch.

00:06:54: Dann kann man sich das noch nicht so richtig vorstellen, was da tatsächlich draus wird.

00:06:58: Aber ich war dann auch total geflasht am Sonntag.

00:07:01: Es kam super viel Publikum und mal so richtig gemerkt.

00:07:04: Das ist total übergeschwappt auf die Menge und war wirklich ein richtig schönes Erlebnis!

00:07:09: Ich würde vorschlagen wir starten mal rein wenn mir das kleine Podcaststudio am Estisch aufgebaut.

00:07:16: Also ich denke ganz oft an Aufnahmen von sich.

00:07:21: Hat sich das verändert für dich mit Aufnahmen?

00:07:23: So ein Vergleich zum Studium und jetzt oder?

00:07:26: Also hast du dich dran gewöhnt, wie eine Aufnahme von dir klingt.

00:07:28: Und haben sich die Maßstäbe auch verändert mit denen du so ne Aufnahme betrachtest?

00:07:32: Also daran gewöhnte würde ich sagen auf gar keinen Fall.

00:07:35: Also sich selber zu hören, man bleibt einfach total selbstkritisch irgendwie.

00:07:42: Es gibt oft die Situationen dass wir Aufnahmen machen sei es von irgendeinem Bandauftritt oder so... ...und ich kann die dann überhaupt nicht entspannt anhören.

00:07:51: Währenddessen hatte ich ein gutes Gefühl und dachte, lief alles.

00:07:55: Und hinterher denke ich dann, nein!

00:07:57: Man ist so ein bisschen desillusioniert ... Aber das war im Studium schon oft, dass man sich beim Üben aufnommen hat und hinterher wirklich das angehört hat und fleißig dran geschafft hat.

00:08:09: Da fehlt mir jetzt auch die Zeit.

00:08:12: Was ja auch ein Segen sein kann, wenn man nicht mehr mit jedem kleinen Schlenker noch mal extra beschäftigen kann?

00:08:17: Das

00:08:17: stimmt.

00:08:19: Man muss einfach ein bisschen loslassen.

00:08:21: Und wie geht's dir damit Abstand?

00:08:22: Bei mir geht es so, wenn ich was aufgenommen oder produziert hab und das nach ein paar Monaten noch mal anhör.

00:08:28: Dass ich dann eher einen Blick von außen habe und auch milder im Urteil bin.

00:08:33: Das stimmt doch, das würde ich bestätigen.

00:08:36: Aber tatsächlich schaffe ich es manchmal gar nicht alles anzuhören.

00:08:39: Es gibt einige Aufnahmen, Filme, die ich noch gar nicht geguckt

00:08:45: habe!

00:08:48: Ja.

00:08:49: Bist du auch nicht alleine damit?

00:08:50: Ich hätt das immer wieder in Interviews mit Schauspielerinnen, die dann erzählen, dass sie ihre eigenen Dinge nicht sehen und genau...

00:08:58: Nicht immer!

00:08:59: Okay also herzlich willkommen bei Kulturfrequenzen.

00:09:02: Vielen Dank.

00:09:03: schön,

00:09:03: dass ich hier sein darf.

00:09:04: Schön, dass Du da bist

00:09:05: Ja, sehr gern.

00:09:07: Und schön dass du auch ein Teil des Feiertags dafür opferst.

00:09:10: Das ist kein Problem da geht's besser!

00:09:14: Wir haben gerade schon drüber gesprochen wie viele verschiedene Baustellen es bei dir gibt oder verschiedene Aktivitäten und das dann auch irgendwann der Raum ausgeht um alles zu machen.

00:09:23: Ich würde gerne einfach so ein bisschen einsteigen.

00:09:25: wir fangen oft chronologisch an und verlehmen bei uns.

00:09:27: Das finde ich eigentlich ganz schön.

00:09:30: Ja, wir kennen uns noch vom Gümmi und haben da zusammen Musik gemacht.

00:09:34: Und ich hab dich als Clarinetistin kennengelernt.

00:09:37: Du kommst aus Eichhalden?

00:09:38: Hast du da ein Verein gespielt?

00:09:39: Genau, sehr lange habe ich deinem Musikverein gespielt also ... ja es waren dann doch fast zwanzig Jahre glaube ich.

00:09:47: Wow!

00:09:47: So ungefähr... Ja damit ging so die Musik bei mir im Leben los mit der Clarinate.

00:09:52: Hab dann relativ früh schon Klavier- und Gesang noch dazugenommen.

00:09:57: Also das war somit, glaubt so Mit elf hab ich noch Keyboardunterricht bekommen.

00:10:01: Und dann mit dreizehn hatte ich eine Lehrerin, bei der ich Klavier und Gesang im Wechsel gelernt habe.

00:10:08: Also eine Woche Klavierunterricht, eine Woche Gesang ... Ach cool!

00:10:11: Das war echt cool.

00:10:13: Das heißt da war ich schon so ein bisschen angefixt.

00:10:17: Dann hab ich irgendwann Richtung Abitur für mich beschlossen, ich würd gern was mit Musik machen.

00:10:22: Ich hab daraufhin nochmal das mit der Klarinette fossiert Weil ich eben Schumusik mit Hauptfachklarinette machen wollte.

00:10:31: Damals gab's in Freiburg zum Beispiel noch gar nicht Hauptfachgesang und ich hätt es mich damals auch noch nicht getraut, weil ich einfach nicht so viel Unterricht hatte bis dahin.

00:10:40: Genau!

00:10:40: Und dann hab' ich mich da drauf vorbereitet und das hat dann zum Glück

00:10:43: funktioniert.".

00:10:44: Okay,

00:10:44: d.h.,

00:10:44: du hast mit Klarinette studiert?

00:10:46: Mit Hauptfachklarinette ja.

00:10:48: Ah, interessant.

00:10:49: Ich hätte jetzt gedacht, dass ich dich total als Sängerin wahrnehme, dass das mit Gesang schon war...

00:10:54: Nee, ganz am Anfang nicht.

00:10:55: Aber es hat sich während dem Studium total in die Richtung Gesang entwickelt.

00:10:59: Also ich hatte sowohl klassischen Unterricht als auch Jazzpop-Gesang und hab dann auch meinen ... Wie hieß denn das damals?

00:11:06: Ich glaub, Leistungsfach oder so ein Schwerpunkt musste man eben wählen.

00:11:10: Und das war bei mir auf jeden Fall da eine Gesang.

00:11:13: Nachdem das Schulmusikstudium zu Ende war, hatte ich dann auch noch Lust, das weiter zu vertiefen.

00:11:23: Ah, okay.

00:11:24: Alles klar!

00:11:25: Und Französisch war mit in Freiburg?

00:11:29: Genau das war mit im Freiburger.

00:11:31: Also ich hatte in der Schule quasi immer schon diese beiden Leidenschaften zum einen die Musik und zum anderen die Sprachen.

00:11:38: Das habe ich auch mal total gerne gemacht.

00:11:39: und ja dann war es für mich so eine logische Konsequenz einfach zu sagen... In diesem Beruf kann ich quasi beides vereinen.

00:11:46: Ich kann Musik vertiefen und ich kann zumindest eine Sprache vertiefen Genau.

00:11:52: Und dann lief das aber in Freiburg ziemlich nebenher, weil ja Musik doch sehr vereinnahmt ist.

00:11:58: Bist du denn direkt wieder zurückgekommen?

00:12:00: Oder wie sah es direkt nach dem Studium aus?

00:12:03: Es gab so eine Übergangsphase, würde ich sagen.

00:12:06: In der Zeit, in der ich noch in Trossingen studiert hab, habe ich schon den Schramberg gewohnt bzw.

00:12:12: ne Weile in Schram Berg und Neweile in Eichhalten und dann wieder in Schamberg.

00:12:15: Ich bin quasi von hier gependelt.

00:12:19: Deswegen hat sich's eigentlich schon wieder so angefühlt hier zu sein.

00:12:23: Und dann hab ich nach dem Gesangsstudium eben das Referendariat gemacht, da war ich erst in Oberndorf am Gymnasium, dann hatte ich meine erste Stelle im Hausach und dann kam irgendwann ein Anruf von Schramberg, ob ich nicht hierher möchte?

00:12:37: Okay,

00:12:37: d.h.,

00:12:38: dass du einen Ruf ans alte Gimmie bekommen.

00:12:40: Ja

00:12:40: genau!

00:12:41: Im ersten Moment denkt man natürlich ... Oh, ich will jetzt nicht unbedingt an meine eigene Schule zurück.

00:12:47: Aber... Ja, mit kleinen Kindern ist es halt so viel einfacher wenn die Wege kürzer sind und ich genieße das total dass sich eigentlich alles zu Fuß machen kann.

00:12:57: Ich bewege selten das Auto.

00:13:01: Und ich wüsste manchmal gar nicht wie's anders hinbekommen würde.

00:13:04: also für jede kurze Konferenz die man manchmal so hat am Nachmittag bräuchte ich halt sonst dreißig Minuten hin, dreißzig Minuten zurück Ja.

00:13:14: Und so, wie ich den Blick hab, könntest du rüberrufen?

00:13:18: So fast!

00:13:20: Mit dem Mega-Fund ...

00:13:22: Genau ja.

00:13:24: Gab es für dich auch mal den Gedanken oder den Reiz in der Stadt zu bleiben?

00:13:30: Wahrscheinlich in Freiburg?

00:13:31: Ja, also klar, Freibug ist unglaublich schön und mich denken oft auch, es wär schön wieder dort zu sein.

00:13:39: Aber irgendwie dadurch dass sich mit Peter schon lange zusammen bin Und wir beide hier total verwurzelt sind, war das irgendwie keine Option.

00:13:50: Also wir haben uns schon zu Studienzeiten am Wochenende eigentlich immer hier getroffen in der Mitte zwischen Urm- und Freiburg so ungefähr... ...und dann war eigentlich klar da zieht es uns zurück.

00:14:01: Gab's so musikalisch oder kulturell Dinge in der Stadt wo du gemerkt hast?

00:14:06: Das ist eigentlich cool!

00:14:07: Und das hinter mir zu lassen tut jetzt auch ein bisschen weh oder das würde ich vermissen.

00:14:12: Ja, definitiv.

00:14:13: Es gibt oft noch solche Momente, wo ich denke, das würde ich jetzt eigentlich auch gern machen aber die Distanz verhindert es dann also...

00:14:20: Also Dinge besuchen oder selber machen?

00:14:22: Oder beides?

00:14:23: Beides!

00:14:24: Beides würde ich sagen.

00:14:26: Klar Konzerte besuchen in die Oper zu gehen und so Sachen.

00:14:29: Das ist halt hier immer ein größerer Aufwand, sage ich mal so.

00:14:35: Und selbst finde ich's cool, einem Chor mitzusingen, Zumindest semi-professionell im Anspruch oder so.

00:14:43: Das find ich cool!

00:14:45: Ich hab mir tatsächlich auch schon eine Zeit lang überlegt, ob ich mir da was suche irgendwie in Freiburg oder Stuttgart aber es geht gerade mit den Fahrtwegen einfach nicht vielleicht irgendwann...

00:14:54: Ja klar wenn man dann jedes mal für ne Probe in einen halben Tag eigentlich investieren muss, dann wird's echt schwierig.

00:14:59: Könnte sowas hier auch entstehen oder ist da einfach so die Dichte an Menschen zu klein?

00:15:05: Also gerade so ein semi-professioneller Chor.

00:15:08: Also wäre dann das Einzugsgebiet schon wieder so groß, dass es wieder schwierig wäre?

00:15:12: Das schwitzt sich, dass du das jetzt schon fragst, weil ich habe mir das tatsächlich überlegt.

00:15:17: Es wäre tatsächlich so ein Traum von mir, dass man hier sowas entstehen lässt.

00:15:21: Es gibt ja auch hier verschiedene studierte Musiker und Sänger Und die ganzen Schulmusiker, die es hier in der Raumschaft gibt.

00:15:29: Die haben ja auch alle Gesang im Studium Schwertpunktmäßig gemacht und ich könnte mir total vorstellen, dass man mit diesen Leuten irgendwie einen Chor macht.

00:15:38: Das wäre nicht total spannend!

00:15:39: Ich würde mir aber wünschen, dass das ein ganz toller professioneller Leiter irgendwie übernimmt... ...und organisiert, was sich einfach nur mitsingen muss oder mitsingend darf so.

00:15:48: Dann muss halt der Leiter oder die Leiterin aus Stuttgart oder Freiburg herfahren und mit einem Tag ein bisschen... Genau!

00:15:56: Ja, ich meine es gibt ja hier auch immer wieder diese Assembles.

00:15:59: Ich kenn's von Blechbläser, Quintets oder Assembls und jetzt inzwischen auch so ein bisschen jüngere Bands wo zum Beispiel der Daniel Weißer mitspielt dass sich da dann aus den Profis oder den Menschen die professionell unterrichten und sehr ambitionierten Leinen solche Assemblets zusammenstellen.

00:16:15: Genau.

00:16:15: Das heißt schon was auf einer Tradition hat hier in der Gegend?

00:16:18: Auf jeden Fall!

00:16:19: Und

00:16:20: was bräuchtes dazu?

00:16:21: Naja, also erst mal jemanden der das in die Hand nimmt und organisiert.

00:16:25: Also ich hab jetzt gerade mit meinem letzten Projekt auch die Erfahrung gemacht dass die Organisation und die Planung drum herum wirklich den allergrößten Teil einnimmt.

00:16:36: wenn es dann soweit ist dass man tatsächlich zum Proben und Musikieren kommt Dann hat man schon das allermeiste geschafft habe ich so einen Eindruck.

00:16:44: Ja eben eine Persönlichkeit die das gerne macht die Lust hat sich da auszuleben, sage ich jetzt mal.

00:16:50: Und dann kommt es natürlich drauf an wie groß das werden soll.

00:16:54: also ob man jetzt ein Vokal-Assemble nur haben will oder einen Kammerchor oder noch größer gehen möchte.

00:17:01: Wie kann sich denn so ein Projekt hier finanzieren?

00:17:04: Also muss was über Förderungen laufen oder gibt's da andere Strukturen?

00:17:08: Ich meine, du hast jetzt ja Erfahrung mit deinen eigenen Assortments und auch jetzt ein sehr erfolgreiches Projekt gemacht.

00:17:14: Über das wir gleich noch sprechen.

00:17:16: also welche wirtschaftlichen Möglichkeiten gibt es hier?

00:17:19: Ich denke ja Förderung, da kennst du dich ja besser am besten aus.

00:17:23: irgendwie Was ist an Möglichkeiten gäbe Da müsste man sich vielleicht mal noch besser informieren.

00:17:32: ich denke wenn jetzt Das, was ich da jetzt gerade angesprochen habe.

00:17:36: Wenn man so etwas machen wollte, können wir einerseits versuchen, ob jeder einzelne bereit wäre ein bisschen was zu investieren, dass man das so schultert oder man muss irgendwie von hinten anfangen und sich überlegen wie sieht das Konzert aus?

00:17:50: Was können wir da irgendwie einnehmen und dann quasi so rückwärts rechnen

00:17:56: Das quasi aus dem Steffi-Flight-Trio heraus oder als Erweiterung der Golden Era Orchestra noch dazu gebaut, zusammengebracht.

00:18:06: Und gab es da die Überlegungen von hinten herzudenken?

00:18:10: Welches Format könnte man machen, was auch das Potenzial zu einem Erfolg hat?

00:18:14: War das ein Gedanke, der mit reingespielt hat?

00:18:16: Auf jeden Fall!

00:18:17: Also ich hab am Anfang monatelang gehirrend wie kann ich das überhaupt angehen?

00:18:22: ...

00:18:23: Was war denn die Grundintention oder die Grundmotivation?

00:18:26: Also,

00:18:26: die Grundmotivation ist die, dass ich total begeistert bin von diesen Songs.

00:18:31: Die Postmodern Jukebox macht also quasi Songs, die mehr oder weniger jeder kennt seien es irgendwelche Klassiker wie I Will Survive Oder jetzt auch ein bisschen aktueller Songs wie Flowers oder so.

00:18:43: Sie gehen her und packen das in einen Retro-Gewand.

00:18:46: Das klingt dann einfach ja wie in den goldenen zwanzigern So Einfach auf alt gemacht dieser Wind-Hitch Style.

00:18:55: Und ja, das gefällt mir total und wir haben das mit dem Trio immer schon zu dritt quasi so auf eine heruntergebrochene Art und weil sie gemacht also dass wir diese Songs genommen haben und halt zu drit bestmöglich interpretiert haben.

00:19:08: Also ich sag jetzt mal populäre Songs von heute gecovert als würde es in den zwanziger Jahre covern?

00:19:15: Genau

00:19:16: genau!

00:19:16: So klingt das Ja.

00:19:18: und eben Mit Kontrabassklaviergesang hat das auch immer Spaß gemacht und macht es noch.

00:19:24: Aber eigentlich ist halt immer Bläser dabei, in unterschiedlicher Besetzung manchmal mehr oder weniger.

00:19:31: Ich hab mir dann eben lange überlegt, wie viel bräuchte es insgesamt von diesen Leuten?

00:19:36: Wie viele sollen dabei sein?

00:19:38: Und ja, dann war die Idee quasi auf Palastorchestergröße zu machen.

00:19:42: Ich habe mit einem ehemaligen Kommiliton meinen Mitbewohnern in Freiburg.

00:19:46: Der hat noch Jazz-Arrangement in Hamburg studiert Und mit ihm war ich dann im Regenkontakt und hab mir halt überlegt, was soll ich noch dazu holen?

00:19:54: Ach, eine Trompete mehr.

00:19:55: Und hier vielleicht noch ein Sachsewohnung so, dass er das bestmöglich für uns arrangieren kann.

00:20:01: So ging's los!

00:20:02: Wie lief es die Leute zu suchen?

00:20:05: Also erste Frage gab's alle Instrumente, die du dir gewünscht hast in der Nähe ... Mit den Fähigkeiten, von InstrumentalistInnen.

00:20:13: Und waren die dann total am Start?

00:20:16: oder war es da auch so, dass Kapazitäten vielleicht ein Thema waren und ein Problem?

00:20:21: Nee.

00:20:21: Also alle, die wir gefragt haben, waren sofort Feuer und Flamme.

00:20:26: Es ging eben damit los, dass ich vor ein paar Jahren in Hüphigen gab's so'n Motorkonzert zum Thema Babylon also in Anlehnung an Babylon Berlin.

00:20:35: Da hatten wir quasi einen Konzerteil mit unserem Trio gespielt kennenlernen dürfen, wie es ist mit Bläsern zu spielen.

00:20:43: Weil wir dafür ein paar Songs dann eben schon ein paar Bläser dabei hatten und da nicht diese Idee eben da so entstanden das großzumachen.

00:20:52: also der Dirigent von dort Markus Burger hat dann das so ein bisschen angestoßen ja lass uns das doch irgendwie groß machen so.

00:20:59: und ich habe dann am Anfang gedacht ah ich weiß nicht kriegen wir das hin oder so.

00:21:04: aber er hat dann gesagt erst am Start Und er ist natürlich auch mit Daniel Weißer schon in einer anderen Gruppe unterwegs und mit Benjamin Hummel.

00:21:12: Das heißt, dieses Trio war dann auch schon gesetzt?

00:21:16: Ja, ja ... Dann ging's eben drum.

00:21:18: Ich war mit Stefan in Hamburg im Kontakt.

00:21:20: Er meinte, ah ja, jetzt noch mal mehr Sack zu holen.

00:21:24: Noch eine Trompete wäre irgendwie gut.

00:21:25: Dann hab ich die Leute gefragt, wen soll man noch ins Boot holen?

00:21:30: Was wär gut?

00:21:31: Und dann wusste jeder sofort ... an wen er da als erstes denkt.

00:21:35: Das heißt, es ging auch irgendwann darum, welche Leute man dabei hat und daraus hat sich die Besetzung auch ergeben?

00:21:40: Genau!

00:21:41: Ich hab dann gesagt hey, der macht auch mit ... ah ja, dann bin ich auch dabei.

00:21:46: So lief das dann...

00:21:48: Und wie waren denn die Erfahrungen in den Proben?

00:21:50: Also so viel geprobt haben wir gar nicht, aber es war total cool.

00:21:56: Man hat sich einfach wieder an Studienzeiten zurückerinnert wo einfach Ja, es sind alle vorbereitet.

00:22:02: Alle super zuverlässig und ... Es ging super schnell!

00:22:06: Also dadurch dass wir dann auch Noten hatten die einfach auf uns geschrieben wurden hat das super gut funktioniert.

00:22:12: Und ich hab dann gelesen, es war quasi ausverkauft bevor er's erst mal geprobt hatte?

00:22:17: Ja, das ähm ... War witzig.

00:22:19: also es ging irgendwie alles dann so schnell... hatte das gar nicht auf dem Schirm, dass man schon Karten kaufen kann.

00:22:26: Wir waren gerade dabei, das erste Gruppenfoto zu schießen und man konntische Karten kaufen.

00:22:31: Und dann haben wir es auch wirklich nur wenig beworben oder eigentlich nur so ein bisschen über Social Media.

00:22:37: aber ... Das war dann irgendwie von Mund zum Mund die Propaganda, das lief so schnell ja?

00:22:43: Dann haben wir uns Anfang Januar zum ersten Mal zum Proben getroffen und da wussten wir dann schon, die Karten sind weg!

00:22:50: Und was würdest du sagen, welche Faktoren haben deine Rolle gespielt?

00:22:53: Dass es so schnell sich rumgesprochen hat und auch eine große Nachfrage gab.

00:22:58: Da hast du ja vorher Gedanken gemacht, hast du schon gesagt?

00:23:01: Ja also ich glaube es sind verschiedene Sachen die da eine Rolle spielen.

00:23:04: Also zum einen sind's halt einfach Top-Leute die alle super bekannt sind hier in der Region.

00:23:10: Also jeder einzelne für sich macht ja musikalisch total viel sei es als Dirigent oder als Musikschullehrer oder auch so einfach in verschiedenen Ensembles und hat da schon ein großes Netzwerk dann finde ich ist die Musik Einfach doch für jeden zugänglich.

00:23:26: Es waren am Anfang die Veranstaltungen ein bisschen skeptisch, als sie das Wort Jazz gehört haben so ...

00:23:32: Schwierig!

00:23:34: Aber es ist jetzt ja wirklich total zugänglig.

00:23:36: also dadurch dass man das eigentlich jeder die Songs kennt und die nur ein bisschen anders verpackt sind, ist das total spannend weil's hat den Wiedererkennungseffekt für alle.

00:23:46: Und trotzdem ist es anders.

00:23:47: und dann glaube ich die dritte Sache ist einfach das dieses Thema Goldene-Zwanziger, so ein Nerv trifft.

00:23:55: Also ... Zum einen dieses Glitzerglamour, das hat man auch gemerkt, wir haben dazu eingeladen und darf sich entsprechend kleiden und so.

00:24:03: Ah ja?

00:24:04: Und es nehmen ganz viele wahr!

00:24:07: Das erzeugt eine große Faszination.

00:24:10: Einfach dass das was Verruch des Verbotenes hat.

00:24:14: Ja also ich glaub, das zieht einfach irgendwie.

00:24:16: Ja verrucht aber trotzdem irgendwie noch safe.

00:24:19: So ist das Gefühl.

00:24:21: Und wir sind ja auch in den zwanzigern, deswegen passt es jetzt total.

00:24:24: Ja, total!

00:24:26: Die Parallelen sind ja ganz schön erstaunlich... ...hundert

00:24:29: Jahre später.

00:24:32: Es gibt ja gerade hier im Schrammberg fast so eine Musical-Tradition inzwischen schon und ich kann mir vorstellen dass du da auch bei sehr vielen Projekten dabei warst.

00:24:41: Ich weiß gar nicht, wann es so richtig losging.

00:24:43: Das war auch in meiner Kindheit und da gab's mal das Anathefka-Projekt und ich weiß davor gab's auch schon Dinge.

00:24:49: Und das war glaube ich oft von der Musikschule initiiert.

00:24:52: Was glaubst du, was das für eine Bedeutung hier hat?

00:24:55: Warum das so ein Erfolg hat?

00:24:56: Und was das vielleicht auch für eine Wirkung hatte?

00:24:59: Ja, Anathiefka war auch mein erstes!

00:25:01: Ah, okay.

00:25:01: Wir haben uns dann getroffen!

00:25:03: Also diese großen Bühnenprojekte sind wirklich etwas ganz Besonderes und ich bin auch so froh und dankbar dass sich hier so oft mit dabei sein durfte.

00:25:12: Das sind wirklich Highlights im Leben.

00:25:14: Es ist ja eine ganz große Gemeinschaft die da dabei ist.

00:25:17: also es ist ein riesiges Orchester die alle mit dabei sind das sind die ganzen Leute auf der Bühne seien es die Solisten seien's die Chöre Die Team hinter den Kulissen, das mit dabei ist.

00:25:29: Wir haben ja wirklich ... Das Kostümteam, die wir immer hatten, waren so mit Herzblut bei der Sache.

00:25:35: Das ist unglaublich!

00:25:38: Und es gibt einfach jeder von sich so viel und steckt so viel Herzblute in dieses Projekt rein über Wochen- und Monate.

00:25:46: Alle fiel man da drauf hin und verbringt unglaublich viel Zeit zusammen.

00:25:50: Weil man da schon ein bisschen einen Proben Marathon hat.

00:25:55: Ich glaub... Das springt einfach dann aufs Publikum über, dass alle da so viel reinstecken.

00:26:01: Und ich denke gerade weil du es so gesagt hast auch die hinter der Bühne arbeiten also ist natürlich auch ziemlich zugänglich.

00:26:07: am Ende Also, ich mein für die, die jetzt im Orchester spielen und auf der Bühne stehen und performen.

00:26:14: Da braucht's natürlich schon ein paar Jahre Ausbildung und Unterricht davor.

00:26:17: aber ich kann mir vorstellen dass es auch einige Rollen gibt wo man einfach mit Motivationen am Start sein kann und total Mitwirken an so einer großen Aktion.

00:26:27: Auf

00:26:27: jeden Fall!

00:26:28: Also da brauchts hinter der Büne fast genauso viele wie auf würde ich sagen also je nach Produktion.

00:26:35: Genau, die Kulissen müssen gebaut werden.

00:26:38: Man muss sich überlegen wie das Ganze präsentiert wird.

00:26:42: Das heißt jetzt irgendeine LED-Leinwand was da drauf soll... ...was man sonst drum herum bauen muss.

00:26:49: also da können ja sich alle möglichen Leute einbringen

00:26:52: und ich glaube das letzte große war das Junghands Musical.

00:26:55: ist das richtig?

00:26:55: Ja

00:26:56: Weißt du ob schon etwas Neues im Planung ist?

00:26:59: Also Wir fürchten, dass jetzt gerade nicht wirklich was in Planung ist.

00:27:02: Es wird ja einen Wechsel geben an der Musikschule, was die Leitung anbetrifft.

00:27:07: Es sei denn es war aber schon irgendwas im Untergrund, das es noch nie bei mir angekommen ist?

00:27:12: Ja ich hoffe natürlich, dass es irgendwie da wieder etwas geben wird weil wie gesagt sind wirklich die Highlights irgendwie so und

00:27:19: natürlich wäre jetzt grade auch um so für dieses Projekt Kultur verbindet zu sprechen die perfekte Zeit um eine Art von Community Projekten zu starten wo man wirklich sagt Keine Ahnung, vielleicht kommt ja auch ein ganzes Dorf zusammen und macht ein Musical.

00:27:31: Die eigene Geschichte oder so war alle eingebunden werden.

00:27:35: Und mal eine Scheune leerräumt oder was auch immer.

00:27:37: Gute Idee!

00:27:38: Genau also man kann sich da auf jeden Fall beim Landkreis melden genau und dann können die einem auch helfen ob das in die Formate reinpasst.

00:27:46: aber im Prinzip geht es bei Kultur verbindet.

00:27:48: Genau darum dass eben verschiedenste Menschen mit mit solchen kulturellen Gedanken und so ein Erlebnis schaffen gemeinsam.

00:27:56: Also das waren wirklich sehr große Erlebnisse.

00:27:59: Hast du deinen Highlight, wenn du so dran zurückdenkst?

00:28:02: Meinst du jetzt welche Produktion oder ...

00:28:04: Vielleicht auch innerhalb von der Produktion ein kleiner Moment oder vielleicht auch ein ganzes Stück.

00:28:09: also für mich anspruchsvollsten zu singen war auf jeden Fall West Side Story.

00:28:17: Das würde ich schon so für mich als persönliches Highlight irgendwie verbuchen.

00:28:20: ja es ist halt einfach wahnsinnig schöne Musik und das war schon was sehr, sehr besonderes.

00:28:26: Aber auch das aktuelle Junghans-Music, jetzt ist es total besonders so, was gibt's sonst nirgends?

00:28:32: Wir haben uns dann auch überlegt also der Erfolg war ja auch so groß ob man das irgendwie weiter spinnt aber tatsächlich macht es ja nur hier Sinn Also das in Schramberg aufzuführen weil sie halt einfach hier seine Wurzeln hat.

00:28:45: Was ja auch total cool ist, dass man sowas nicht auf einen überregionalen Erfolg münzen muss.

00:28:50: Sondern das man sagen kann okay wir haben eine lokale Identität und auch was die Identität geprägt hat wie zum Beispiel Jung Hans.

00:28:57: Also steht da kaum so etwas für Schramberg wie diese Firma?

00:29:02: Und dann ist es ja auf einer Art auch ne Würdigung.

00:29:04: Total!

00:29:04: Ja also ich denke das kann jetzt nicht jede Firma von sich behaupten, dass sie ein eigenes Musical hat.

00:29:11: Nee, gerade überlegt.

00:29:13: Bei einem Paar wär's auch ganz witzig, sich Gedanken zu machen.

00:29:17: Müssen

00:29:17: wir mal gucken wo die Geschichte dahinter spannend wäre?

00:29:22: Wo es auch gewisse Streitereien gab.

00:29:25: Drama muss sein

00:29:26: oder?

00:29:27: Ja auf jeden Fall!

00:29:28: Auf der Bühne ist immer drama das was so viel Spaß macht

00:29:32: Auch beim Spielen?

00:29:33: Ja, total.

00:29:33: Also ich finde die Sachen wo es nicht nur um reine Musikproduktion in Anführungszeichen geht sondern wirklich auch darum so ein bisschen die schauspielerischen Fähigkeiten einzubringen das kriegt mich speziell nochmal anders.

00:29:46: Was mich noch interessieren würde, weil du das auch so in dir vereinst.

00:29:49: Das ist die Blasmusikkultur hier und dann Vokalmusik.

00:29:53: Weil ich finde die Blasmusik, die total verwurzelt.

00:29:56: Gleichzeitig wie es gerade schon gesagt habe erfordert's ja dass man Unterricht nimmt, dass man ein Instrument hat oder der Vereinschaft an und so.

00:30:03: Und Vokalamusik ist ja da muss ich hinkommen und braucht vielleicht den Mut mitzusingen.

00:30:09: Ich brauche jetzt aber vielleicht ein bisschen weniger... Also die Einstiegshürden stelle ich mir niedriger vor.

00:30:14: Siehst du das?

00:30:16: Definitiv, ja.

00:30:17: Also genau wie du sagst.

00:30:19: Stimme hat jeder dabei.

00:30:20: Kann man einfach loslegen... Man braucht so eine Initiative in ein Stückchen Mut da hinzugehen um das zu machen.

00:30:27: aber es kann sofort losgehen und man braucht auch nicht unbedingt Noten lesen können oder sowas.

00:30:33: Geht genauso gut ohne.

00:30:34: also ich würde jetzt behaupten dass nicht alle bei mir Notenlesen können aber ist nicht notwendig.

00:30:41: Und ja Musikfeinden braucht's im Vorfeld schon relativ viel Unterricht, dass man überhaupt dort starten kann.

00:30:48: Ich hoff ... Dass es hier so weitergeht.

00:30:52: Du hast jetzt meintest, das ist total verwurzelt und so?

00:30:54: Das stimmt!

00:30:56: Trotzdem ist ja so, dass viele Musikfeine damit kämpfen, dass der Nachwuchs bei der Stange bleibt oder dass überhaupt Leute kommen.

00:31:03: Einerseits bestimmt eine finanzielle Hürde auf der anderen Seite.

00:31:06: Es ist natürlich auch so, daß es eine gewisse Verbindlichkeit brauche, damit zu machen Das ist nicht mehr immer so gegeben heute, dass die Leute bereit sind, jede Woche zu kommen.

00:31:17: Du unterrichtest an der Schule, das heißt du hast mit jungen Menschen auch in einer gewissen Altersrange zu tun am GEMI?

00:31:23: Hast du da Gedanken dazu, warum sich das so entwickelt und was vielleicht helfen könnte um wieder diesen Wert von Verbindlichkeit zu vermitteln?

00:31:31: Ja, das ist eine schwierige Frage tatsächlich.

00:31:34: also da würde ich mir auch wünschen ... dass uns da noch die Patentrezepte irgendwie einfallen.

00:31:40: Also ich glaub schon, das tatsächlich diese ganze Digitalisierung und so'n bisschen mit dran Schuld trägt weil einfach alles so unfassbar schnelllebig ist und man nicht mehr so langfristig was machen möchte sondern einfach... Ja, jetzt bin ich mal hier und da dabei.

00:31:58: Und muss mich nicht

00:31:59: festlegen.".

00:32:00: Ich merke es an mir selber, wie viel Zeit ich manchmal am Handy hänge und man sich so berieseln lässt.

00:32:05: Man hinterher denkt, diese Zeit hätte ich besser nutzen können und hätte wirklich was machen können.

00:32:12: Das ist unsere Hauptaufgabe zu vermitteln.

00:32:15: Wie wichtig das ist, dass man selber etwas macht?

00:32:18: Dass man selber was schafft!

00:32:20: Das ist eine der Hauptafgaben von den Lehrern ... Und ich denke, Musik ist da wirklich ein sehr wichtiger Bestandteil.

00:32:29: Also gerade jetzt mit dem Singen.

00:32:30: Dadurch dass es einfach so direkt losgehen kann und das sich direkt mit dem Körper was mache ... Hier erfährt man ja diese Selbstwirksamkeit, dass man selber etwas schaffen kann.

00:32:39: Wenn ich singe, kann ich in diesem Moment nicht was anderes machen.

00:32:42: Ich kann keine Pläne für die nächste Woche machen oder währenddessen nicht am Handy irgendwas planen und organisieren.

00:32:50: Sondern ich bin in diesem moment bei mir im Körper drin.

00:32:55: Und das empfinde ich für mich, was total wertvoll ist.

00:32:58: Also wenn ich singen darf, dann genieße ich es total, weil jetzt bin ich einfach nur bei mir und muss nicht noch tausend andere Sachen denken.

00:33:06: Ich denke, wenn man das schafft, das irgendwie weiter zu vermitteln ... Dann haben wir viel gewonnen!

00:33:11: Dann klappt's vielleicht auch, dass die Leute wieder Lust haben, regelmäßig bei sowas dabei zu sein?

00:33:17: Wie

00:33:17: sind denn deine allerersten Schritte oder Tools, wenn jetzt eine Schulklasse vor dir hast?

00:33:21: Oder auch so ein Chor wo die Teilnehmenden gerade aus dem Alltag kommen um sie mit in diesen Moment zu nehmen oder zu holen.

00:33:29: Da müsste ich ein bisschen differenzieren würde ich hier sagen also im Chor ist ja klar da beginnt es mit einem Einsingen Also verschwiedende erst mal ein bisschen Körperübungen, ein paar Atemübung und dann geht's in die Vokalisen.

00:33:41: Dass man die Stimme aktiviert.

00:33:43: So beginnen auch die vor AG-Stunden in der Schule.

00:33:46: also da habe ich auch zwei Chöre aktuell Und in der Schulklasse, da kommt es finde ich total drauf an sind eher die Kleinen oder die Großen Bei den großen hat man doch relativ großen Druck oder was einfach inhaltlich passieren soll, die sind schon ein bisschen mehr auf Leistung getrimmt.

00:34:05: Also Druck von den Erwartungen der SchülerInnen?

00:34:07: Oder vom Lehrplan her?

00:34:09: Ja also gerade ich habe jetzt die zwölfere Musik und ich

00:34:13: finde

00:34:14: ja die Zeit ist so knapp es ist ganz klar man hat die nur so und oft.

00:34:17: dann muss die nächste Klausur geschrieben werden.

00:34:20: bis dahin brauche ich halt auch irgendwie einen Stoff denn Abfragen kann, also da ist man schon einigermaßen in einer Zwangsjacke drin.

00:34:28: Weil den Kleinen versuche ich immer mit am Anfang so eine Mini-Begrüßung ... Da singen wir quasi auch sowas was Kurzes und meistens geht es dann damit los, dass wir etwas singen gemeinsam.

00:34:40: Du hast jetzt gerade das als so ne Zwangssjacke beschrieben?

00:34:43: Hast du für dich Wege gefunden diese Jacke zu lockern oder sogar abzustreifen in manchen Momenten in diesem System Schule?

00:34:50: Bis jetzt würde ich sagen noch nicht!

00:34:53: weil ich auch noch nicht von so viel Erfahrung sprechen kann.

00:34:56: Also dadurch, dass ich quasi zwei Sachen studiert hab dann erschreffrendariat und dann kam Familienplanung und so war jetzt einfach noch nicht soviel in der Schule.

00:35:05: Ich habe auch noch alle Klassenstufen irgendwie unterrichtet, sodass ich sagen könnte, ah ja läuft schon fast.

00:35:12: Man macht sich natürlich selber den Druck ist ja klar aber ... muss mich da einfach noch ein bisschen mehr rein denken.

00:35:19: Und können da Kolleginnen und Kollegen helfen, in dem sie Dinge vorleben?

00:35:24: oder kann dann eine Schulleitung was ausrichten?

00:35:27: Also ich geb auch immer wieder Workshops an Schulen und hab da auch schon verschiedene Erfahrungen gemacht und auch schon gemerkt okay krass das fühlt sich jetzt ganz anders an als an dieser Schule.

00:35:34: Okay Kann aber nicht genau sagen woher es kommt.

00:35:38: Hast du da so Vorbilder in deinem Kollegium?

00:35:41: Also ich würde jetzt mal sagen, also ich fände es total spannend.

00:35:43: Du darfst uns gerne auch mal Besuchen und Gutes im Boot geben!

00:35:46: Also ein totales Vorbild finde ich ist natürlich hier der Herr Roma, dann kennst du ja auch sehr gut.

00:35:51: Ja.

00:35:52: Also der hat ... was sich da faszinieren findet, er macht das jetzt schon total lange und hat einfach einen großen Erfahrungsschatz und kann einem immer weiterhelfen.

00:36:02: Er hat zwei Charaktereigenschaften, die ich sehr schätze.

00:36:06: Zum einen ist er immer sehr entspannt.

00:36:09: Also ihn kann wirklich nur schwer was aus der Ruhe bringen, würde ich jetzt sagen?

00:36:14: Ich erhoffe mir das, dass es im Laufe der Zeit mit den Erfahrungen kommt, dass man das ein bisschen entspannter wird und das andere ist, dass er sich einfach so eine Neugier bewahrt hat und so eine Begeisterungsfähigkeit für die unterschiedlichen Sachen in der Musik.

00:36:29: Wie bewahrst du dir deine Neugiere?

00:36:33: Also ich denke, wenn man Kinder zu Hause hat, dann erlebt man ja alles noch mal mit und erlebt auf eine gewisse Art und Weise auch alles nochmal neu.

00:36:43: Man muss sich manchmal so ein bisschen wieder aus dem Alltagstrott ziehen, aus dieser Maschinerie und sich wirklich dann wieder aufs Moment einlassen und vielleicht da einfach ... Mit ein bisschen neugierig sein, mit den Kindern.

00:36:58: Das ist verschön.

00:36:58: Und der Moment spielt wieder eine Rolle?

00:37:00: Ja!

00:37:00: Genau.

00:37:01: Du stimmt.

00:37:01: Ich kann jetzt immer wieder so offensichtlich oder zwischen den Zeilen ... Was lernst du denn im Unterricht oder auch wenn du nen Koalitisch von dem Teil nehmt in oder von deinen SchülerInnen?

00:37:12: Was lerne ich von denen?

00:37:14: Ähm...ich glaub' dass ich manchmal zu schnell bin.

00:37:19: Mit beiden Dingen, weil ich dann einfach merke okay also das war jetzt nicht nachvollziehbar mitzukommen.

00:37:26: Das lerne ich von denen?

00:37:28: Ja es ist total schwierig das irgendwie so zusammenzufassen, weil die Gruppen auch so unterschiedlich sind.

00:37:32: Also wenn man jetzt mit einer Gruppe Erwachsenen arbeitet, die quasi alle intrinsisch motiviert kommen, die aus eigenen Stücken kommen da ist natürlich eine ganz andere Art und Weise zu arbeiten als in der Schule.

00:37:47: Da hab ich das Gefühl, da krieg' ich natürlich sehr viel Begeisterung und wohlwollend zurückgespiegelt.

00:37:54: Und da geht's uns allen eigentlich auch immer so ... Wir müssen uns am Montagabend überwinden, dass wir noch in die Chorprobe gehen, aber es geht hinterher allen besser.

00:38:03: Es sind alle Gelöste, es hatten alle Spaß.

00:38:06: Da lerne ich dann quasi auch wieder, welche Begeesterungen Musik machen auslösen kann.

00:38:11: Das find ich total wertvoll!

00:38:13: In der Schule ist das manchmal ein bisschen schwierig.

00:38:17: Oder schwieriger.

00:38:18: Woran liegt

00:38:18: das, dass es schwieriger ist?

00:38:20: Ich find speziell im Fach Musik oft so ... Dass hat bei den Schülern nicht so einen großen Stellenwert oder beziehungsweise man zählt natürlich nicht so viel wie Mathe.

00:38:31: und dann kommt er ins Klassenzimmer und es ist erst mal ein Riesenlärmpiegel.

00:38:36: Um was zu schaffen muss ich der erstmal runterbekommen.

00:38:40: Es ist nicht immer einfach.

00:38:42: die Jungen haben natürlich ... Bewegungsdrang ist ja ganz klar.

00:38:48: Und das dann irgendwie immer so in eine Richtung zu lenken, ist manchmal schwierig.

00:38:53: Das wäre natürlich einfacher wenn man da für jeden noch ein bisschen was eigenes machen könnte oder ein bisschen bedürfnisorientierte arbeiten könnte.

00:39:00: aber solange der Klassen-Teiler so ist finde ich es sehr schwierig oder auch solange die Räumlichkeiten so sind wie sie sind.

00:39:07: Ja,

00:39:08: ich erinnere mich gut!

00:39:09: Ganz unten, ganz hinten die Musikseelle.

00:39:12: Die Musikselle sind gerade die Räume, die am besten gestaltet sind eigentlich ... Stimmt!

00:39:16: Die

00:39:16: wurden in der Zwischenzeit neu gemacht?

00:39:18: Ja.

00:39:19: Die einzigen alle anderen Räumen sind ohne Decken.

00:39:22: Oha okay.

00:39:23: Seit einigen Jahren.

00:39:25: Genau, die Musikräume sind wie du gesagt hast vor wenigen Jahren neu gemacht worden, sind eigentlich gut aber halt zu klein für so große Klassen.

00:39:33: also es ist nicht möglich was mit Bewegung zu machen finde ich.

00:39:37: Man muss raus und das ist ja dann auch nicht immer so einfach.

00:39:41: Genau, da kommen wieder neue Herausforderungen, wenn man den vertrauten Rahmen verlässt, weil dann muss man den Rahmen wieder selber neu bauen?

00:39:47: Ja,

00:39:48: das stimmt!

00:39:49: Aber ich hab' nicht deine Frage beantwortet...

00:39:51: Das muss doch nicht jede Beantwortung werden, das seid immer noch eine Idee.

00:39:54: Nee,

00:39:56: es ist echt schwierig.

00:39:57: Ich kann mal kurz erzählen was ich lerne seit ich jetzt wieder mehr Tuba unterrichte.

00:40:02: Mir ist aufgefallen, ich checke viel mehr die Zusammenhänge wie das Instrument und der Körper wirklich zusammen funktioniert.

00:40:08: Dadurch dass ich es erklären muss und dadurch auch ganz unterschiedliche Menschen auf verschiedene Weisen und aus verschiedenen Perspektiven erklären muss.

00:40:16: Und dann macht's immer wieder so klick, daß ich denke ah ok, also fast schon technische Zusammenhange, die dadurch passieren, dass ich mir so dreihundertsechzig Grad angucken muss.

00:40:28: Ist es dir auch so gegangen mit der Stimme?

00:40:30: Also so dieses Verhältnis eins zu eins, das hab ich jetzt nicht so oft gehabt.

00:40:35: Aber da würde ich das auf jeden Fall so unterstreichen, dass man dann noch mal alles überdenkt und ein Schritt zurückgeht.

00:40:42: Wie kann ich das in Worte packen?

00:40:44: Und erklären es auf jeden fall ... Doch, da nimmt man natürlich auch viel für sich mit.

00:40:48: Das habe ich ja so in Kurs-Stimmbildung immer noch, dass ich mir überlegen muss wie packe ich das jetzt in Wörter.

00:40:55: Da findet man wahrscheinlich auch nicht immer die Worte, Speziell die Herren hab ich manchmal das Gefühl, sie sind nicht so zugänglich für die Art und Weise wie ich mit stehen arbeite.

00:41:07: Wie

00:41:08: würdest du die Art oder Weise beschreiben?

00:41:10: Es sind manchmal natürlich ein bisschen blumige Formulierungen und vielleicht auch mal ein bisschen weitergeholt in Bildern genau.

00:41:18: Und ja dadurch dass Stimme halt sowas persönlich ist, sowas direktes ... fordert das natürlich auch, dass man sich darauf einlässt und da so'n bisschen die Hüllen fallen lässt, sag ich jetzt mal.

00:41:29: Oder einfach Lust hat zu Schauspielern und so ... Manche lassen sich drauf ein.

00:41:34: Ich bin mir sicher, sie nehmen dann was mit und merken, es bringt wirklich was!

00:41:39: Und dann gibt's welche, da seh ich ganz genau... Die denken jetzt, oh, was hat sie denn jetzt wieder?

00:41:43: Eine

00:41:44: komische Idee!

00:41:44: Sollte ich wieder Äpfel flücken und Sterne vom Himmel holen?

00:41:47: Genau!

00:41:48: Das findet einen Mann hier nicht so gut.

00:41:51: Ja.

00:41:53: Ja, aber ich finde es dann auch gut, das so ein bisschen herauszufordern.

00:41:56: Für mich geht es sogar noch weiter.

00:41:58: Das fordert ja auch so ein Bisschen Rollen heraus.

00:42:01: Also genau gerade in sowas Blumiges oder sowas Emotionales weiches Bildhaftes zu gehen.

00:42:08: Ich glaube, dass tut dem einen oder anderen Mann sehr gut sich da mal ein bisschen hinzubewegen.

00:42:14: Was würdest du sagen unterscheidet?

00:42:17: jemanden, der einfach Musik studiert hat und dann unterrichtet von einer Person die Musikpädagogik studiert.

00:42:24: Also was macht dieses Fach aus?

00:42:26: Ja man muss sich quasi ja so ein bisschen natürlich überlegen wo will ich hin?

00:42:32: Was soll wer den Kindern ankommen?

00:42:34: Was sollen sie lernen?

00:42:36: Was für ein Paket nimmt man eigentlich mit, was für Werkzeugkasten vielleicht auch wenn ich jetzt wirklich so eine pädagogischen Ausbildung folge.

00:42:44: also Meinst du jetzt auch vom Studium her schon, was da kommt?

00:42:48: Das Schuhmusikstudium ist so was von wertvoll.

00:42:52: Man kriegt in so ganz unterschiedlichen Fächern eine Ausbildung ... Also klar, ich hab ja schon gesagt, ich habe Klarinettik gehabt, Klavier gehabt und Gesang gehabt, aber man hat natürlich Musiktheorie schriftlich mündlich.

00:43:04: Man hat Musikwissenschaft lernt.

00:43:06: mal, die musikpädagogischen Kurse, man darf Chorleitungen lernen oder Orchesterleitung lernen.

00:43:12: Natürlich ... Jetzt nicht ganz so intensiv, wie wenn man rein das studieren würde.

00:43:16: Aber ... Man darf überall reinschnuppern und kriegt von allem das Wichtigste mit, würd ich sagen.

00:43:22: Und hatten sehr, sehr großen Handwerks- ... Werkzeugkasten?

00:43:27: Das war das Wort!

00:43:28: Sehr großen Werkzeugkaschen, den man da an die Hand bekommt.

00:43:31: Ja, ich denk, wenn man jetzt sagt mal, studiert ein Instrument, klar, da hat man auch noch ein paar Fächer drumrum, aber es ist doch sehr intensiv dieses eine Instrument.

00:43:41: Mhm.

00:43:41: Und ich hab das Gefühl, dass man vielleicht sogar eher eine Handwerksausbildung bekommt.

00:43:47: Gerade wenn man auf Orchestermusik geht ... Ich kann mir vorstellen, es ist in anderen Bereichen, wenn man Jazz studiert und so, mehr darum geht die Kreativität auszubilden und so eine künstliche Ausbildung.

00:43:58: Aber wenn ich jetzt Tuba auf Orkester studiere, dann geht's darum, meine Töne gerade zu spielen und diese Orchesterstellen mit einem gewissen Sound in diesem Kontext perfekt abliefern.

00:44:09: Vielleicht mit Künstler sein gar nicht so viel zu tun.

00:44:12: So Musiker seinen künstlerischen Sinne, vielleicht kann man es so sagen?

00:44:16: Und da dachte ich auch immer, dass die Schulmusiker ändern eigentlich mehr zum Musikerenden ausgebildet werden.

00:44:22: Weil's eine gewisse Bandbreite ist dann oder...

00:44:24: Genau weil's um Musik in verschiedenen Facetten geht!

00:44:27: Das stimmt ja auf jeden Fall.

00:44:28: also während dem Studium würde ich schon auch sagen das der künstlersche Anspruch im Sinne von das Instrument oder die Instrumente möglichst perfekt zu beherrschen schon auch noch eine sehr große Rolle spielt.

00:44:40: Was vielleicht der Grund ist, dass sich viele da für was anderes interessieren und anders abbiegen als jetzt schon Musik bis zum Ende durchzuführen.

00:44:50: Da entdeckt ja doch jeder nochmal seine ganz eigene Leidenschaft.

00:44:54: Und dann nach dem Studium kommt natürlich das Referendariat, wo man sich hauptsächlich damit beschäftigt wie läuft das ganze didaktisch in der Schule ab?

00:45:03: Dafür fühlt man sich manchmal so ein bisschen ... Ja, überrumpelt dann auch.

00:45:06: Weil das tatsächlich während dem Studium nur marginal zum Tragen kommt.

00:45:11: Dadurch dass man so viele Fächer studiert quasi und ansoviel im Intensiv arbeitet ... Und jetzt eben nicht nur an Musikpädagogik kommt es ein bisschen zu kurz werden im Studium.

00:45:21: Geht halt einfach nicht alles hochzuhalten.

00:45:24: Das kommt natürlich sehr intensiv in den Referendariaten.

00:45:27: Ja, da sollte dann das perfektioniert werden plötzlich.

00:45:30: Da haben wir dann so einen schweren Werkzeugkasten in der Hand und musst damit ins kalte Wasser springen

00:45:34: und

00:45:34: nicht untergehen?

00:45:35: So ungefähr!

00:45:36: So fühlt man sich ja...

00:45:38: Ich würde mal Richtung Entsport kommen.

00:45:42: Wir haben jetzt vorhin schon darüber gesprochen dass es Musikvereinen teilweise schwer fällt Nachwuchs zu finden.

00:45:47: Wir haben aber auch über ganz tolle erfolgreiche Gemeinschaftskulturprojekte gesprochen.

00:45:53: Was würde denn passieren wenn's diese Form von Kultur in unserem Leben, in unserer Gesellschaft hier im Kreis so nicht mehr gäbe?

00:46:02: Also wär ganz furchtbar glaub ich.

00:46:04: Also wenn nur noch jeder für sich alleine irgendwie zu Hause hockt und am Handy dattelt... Und nichts mehr Gemeinsames geschaffen wird.

00:46:13: also ich glaube da würde richtig was zusammenbrechen.

00:46:16: Das heißt Kultur ist für dich total synonym mit Gemeinschaft?

00:46:20: Auf jeden Fall ja!

00:46:22: Gemeinsam was entstehen lassen, gemeinsam an was arbeiten.

00:46:26: Also ich glaub mehr Zusammenhalt kann man eigentlich woanders gar nicht schaffen.

00:46:30: Das heißt Kulturförderung wäre Gemeinschaftsförderungen?

00:46:34: Kört auf jeden Fall unbedingt damit dazu.

00:46:36: ja!

00:46:37: Es sind einfach so viele tolle Gemeinschaften die es hier gibt.

00:46:40: Du hast jetzt die Musikfeinde genannt.

00:46:41: klar, damit bin ich aufgewachsen das kriege ich bei meinem Mann mit hier statt.

00:46:45: Musikschramberg macht unglaublich viel und das ist ja so eine tolle Truppe.

00:46:50: also So ein Zusammenhalt, das gibt's sonst nicht.

00:46:55: Wenn ich jetzt auch denk meinen Chor ... Das sind so tolle Leute, die sich selbstlos da immer einbringen.

00:47:01: Es hat ja jeder seinen Beruf, Familie und ist eigentlich schon ausgebucht.

00:47:07: Die können auch sagen, oh ja!

00:47:08: Ist mir jetzt egal, aber diesen Total motiviert sich einzubringen.

00:47:12: Sie merken es gibt ihnen selber was zurück und wir haben auch mit dem Chor schon total schöne Konzerte gemacht in letzter Zeit.

00:47:19: So Gospelkonzerte waren das da ist die Begeisterung so übergeschwappt auf alle.

00:47:24: Das war einfach also... Das ist unglaublich, was man eigentlich schaffen kann.

00:47:29: Ich finde es gibt auch immer wieder so Momente, wenn man voll in seinem Trott landet und sich hauptsächlich mit so Alltagsproblemen beschäftigt, wo's einen so rauswollt und einem zeigt, okay, so kann sich Leben anfühlen?

00:47:38: Total erhebend!

00:47:40: Und das ein Gemeinschaft zu erleben oder sogar zu erzeugen, das kann natürlich auch extrem Sinnstiften sein.

00:47:46: Ja, total.

00:47:47: Also ich wüsste nicht wie mein Lebenssinn vollgestalten könnte ohne dass.

00:47:52: Brauche ich unbedingt ... Ist vielleicht auch eine gewisse Art von Droge

00:47:57: Ja.

00:47:57: Aber ich würde mal sagen, eine gesunde ...

00:48:00: Wir waren vorhin schon beim Traumprojekt.

00:48:03: Willst du dazu noch was sagen?

00:48:04: Also, was wäre ein Traumproyekt mit unbegrenzten Ressourcen oder auch mit begrenzten?

00:48:12: Das, was wir vorher gesprochen hatten eben so einen tollen Chor oder so ein tolles Vokal-Assemble hier das professionell geleitet, gemanagt wird, wo ich einfach nur mitsingen darf, das fände ich für mich persönlich sehr schön!

00:48:25: Und wenn ich mir jetzt überlege, ich hätte in der Schule wünscht dir was.

00:48:28: Dann würde ich mir glaube ich einen tollen Proberaum wünschen, indem man einfach Chorproben machen kann ohne das Tische im Weg stehen.

00:48:37: Dass es einfach genug Bewegungsraum gibt ab und zu dürfen wir in der Aula proben.

00:48:42: Das ist dann schon besser aber da geht's auch immer mehr oder weniger gut.

00:48:45: Man muss den Flügel erstmal positionieren und hat auf der Bühne keine Stühle usw.

00:48:50: Einfach ein Raum, der dafür irgendwie zugeschnitten ist und in dem man vielleicht auch einfach mal mit einer Klasse was machen kann.

00:48:57: Einfach genügend Bewegungsraum, nicht das klassische an den Tischen sitzen usw.. Und

00:49:03: wo könnte da was herkommen?

00:49:05: Also, wen bräuchte es dafür.

00:49:07: Wen kann man anschreiben unseren Landtags- und Bundestagsabgeordneten anmelden oder was wäre der

00:49:13: Weg?

00:49:14: Also ich glaub das ist tatsächlich ein bisschen ein unrealistischer Wunsch leider.

00:49:18: Es wird natürlich alles jetzt neu gebaut also das Gymnasium soll ja quasi einmal auf links gedreht werden... ...aber's

00:49:23: hat keine Decken!

00:49:24: Ja genau aber es ist natürlich immer ein Kompromiss mit allen Fachschaften und die anderen brauchen auch Raum.

00:49:33: Wir versuchen schon, dass wir es ein bisschen verändern.

00:49:36: Das Raumkonzept in dem Sinne, das ist vielleicht auf jedem Stockwerk so ein ... Ich weiß nicht, wie ich's benennen soll.

00:49:41: Vielleicht Gruppenraum oder so ein bisschen einen größeren Platz im Gang gibt, wo man sich mal ein bisschen ausbreiten kann aus dem klassischen Klassenzimmer raus?

00:49:51: Aber ich glaub jetzt nicht, dass ich meinen Wunschraum bekomme!

00:49:56: Ich musste gerade eine Schule in Bremen denken, an der ich immer wieder Projekte mache.

00:50:00: Und die haben im Foyer quasi ein Klavier stehen?

00:50:03: Gibt's so was hier im Gemischern?

00:50:04: Im

00:50:04: Foyere?

00:50:05: Nee!

00:50:06: Also einfach so'n öffentliches Klavier wo alle jederzeit ran können.

00:50:10: Da dachte ich grad... weil das hat da auch ne total schöne Wirkung.

00:50:13: Das sind manchmal so Gruppen von SchülerInnen, wo ich nicht erwartet hätte dass sie so wie ich sie jetzt auf dem Schulhof erlebt hab danach ans Klavier gehen und dort zusammen Musik machen.

00:50:24: Aber das ist total schön, es zu sehen.

00:50:26: Wäre natürlich cool!

00:50:27: Jetzt hier habe ich mal eher so den Eindruck ... Ja man muss natürlich im Gang eher ruhig sein und still sein damit man niemand anderen stört?

00:50:34: Jetzt im Foyer da...

00:50:36: Stört mir das der Kriteriat.

00:50:38: Nein nur die fühlen sich vielleicht eher nicht gestört.

00:50:40: also ich glaube mal ich geh auch ab uns dann mit Schülergruppen vor die Aula und lass sie da was musizieren in kleinen Gruppen und so.

00:50:48: Das geht schon wenn nicht gerade Abi isst.

00:50:51: Ja, klar.

00:50:53: Jetzt müssen wir uns an ein bisschen zurücknehmen!

00:50:57: Ist ja auch schön solidarisch.

00:51:00: Du hast gerade eigentlich schon einen kleinen Shoutout an Johannes Romer gemacht.

00:51:04: Fällt da noch jemand ein?

00:51:05: Also eine Person wurde gesagt die hat noch mehr Sichtbarkeit oder vielleicht auch einfach Anerkennung verdient für das kulturelle Schaffen und Wirken hier im Kreis.

00:51:15: Ja, also wie ich vorhin gesagt habe ist Johannes Romer für mich auf jeden Fall Vorbild würde ich sagen in gewissen Bereichen.

00:51:21: Da versuche ich mich an dem ein oder anderen auf jeden fall zu orientieren.

00:51:25: ja und wem ich halt hier unglaublich viel zu verdanken hab ich mein Rad Löffler eben sei es jetzt wegen den Musicals dass sich damit machen durfte.

00:51:32: wir spielen seit Ich glaube so fünfzehn Jahren ist zusammen in der Band Und ich finde er hat schon immer total gut verstanden Leute hierzu fördern die ein gewisses musikalisches Talent irgendwie mitbringen.

00:51:47: Das war auch schon immer sein Anlegen und ich finde, es hat da über all die Jahre bravourös gemacht.

00:51:53: Ich denke auch wenn ich jetzt so darauf zurückblickt welche Erfahrungen ich mir mein Rad gemacht habe das ist schon jemand der einfach so das musikalische wirken und auch sowas wie Community in einer ländlichen Region irregut versteht.

00:52:06: Ja, das stimmt!

00:52:08: Also er findet auch immer den richtigen Ton und weiß, wie er das angehen muss.

00:52:12: Wie er das kommunizieren muss, dass das alles funktioniert.

00:52:15: Und ja der hat hier in der Region schon wahnsinnig viel geschaffen, muss man sagen.

00:52:20: Cool!

00:52:21: Freut mich, dass ihr schaut dort an ihn geht.

00:52:24: Ihn freut es auf mich auch?

00:52:25: Ja vielleicht müssen wir sie in die Folge noch schicken.

00:52:28: Ja, jedenfalls.

00:52:30: So, wir kommen zur Abschlussfrage Was kann ich von dir lernen?

00:52:34: Was du von mir lernen kannst.

00:52:35: Was können Menschen von dir lernen?

00:52:37: Ja, also ich würde sagen ein gewisses Maß an Fleiß und Disziplin.

00:52:42: Also ich war schon immer jemand ... Mir sind die Dinge nicht zugeflogen, sondern ich hab schon immer viel Arbeit investiert.

00:52:50: Und ja das ist mir auch ein Stück beiden Anliegen weiterzugeben dass es sich lohnt Zeit und Mühe zu investieren weil man einfach total viel dann rauskriegt hinterher, total viel zurückbekommt.

00:53:03: Das werden wir auf jeden Fall anlegen.

00:53:05: Ich hoffe natürlich, dass sich auch die Begeisterung für Musik weitergeben kann.

00:53:10: Also ich maße mir nicht an, das es überall funktioniert aber ja in großen Teilen auf jeden Fall.

00:53:16: Ja, das ist schön!

00:53:18: Ich würde gerne noch was dazu sagen.

00:53:19: zu dem, was du beschrieben hast?

00:53:21: Ich würd' sagen so quasi Talent versus Motivation oder vielleicht auch Fleiß-Durchhaltevermögen... Ich glaube, es gibt so einen Missverständnis, dass Talent das Wichtigste wäre Weil das auch so oft genannt wird.

00:53:35: Da hat die man ganz viel Talent, aber ich bin immer mehr davon überzeugt, dass Talent eigentlich nur einen kleinen Teil ausmacht.

00:53:41: und Talent führt vielleicht dazu, dass man früh gute Erfahrungen hat und daraus Motivation zieht.

00:53:46: Aber was dazu führt, dass auf ein gewisses Level kommt und dann auch Chancen bekommt und irgendwie wirken kann mit dem, was man tut, glaubt es halt vielmehr mit dem Brandbleiben zu tun.

00:53:57: Und wenn jemand Bock hat und nichts kann ... Ich glaub, dann ist da ein guter Weg vorgezeichnet.

00:54:03: Weißt du was mein Radlöffel dazu sagen würde?

00:54:06: Erfolg ist kein Zufall!

00:54:09: Nimm mal

00:54:10: das Schlusswort

00:54:11: oder?!

00:54:12: Ja cool... Wir sammeln jetzt noch ein paar Sounds.

00:54:15: Sam, bin deine Stimme.

00:54:16: Vielleicht das Klavier.

00:54:17: Die Haustür haben wir schon.

00:54:21: Das Hausschlagzeug.

00:54:22: Ja genau, vielleicht kommen wir auch noch runter und es wird ja auch schon erwähnt.

00:54:25: Oder so.

00:54:26: Vielen Dank dir!

00:54:27: Dann fangen wir ganz vorne an, oder?

00:54:31: Also zuerst würde ich quasi immer ein bisschen was für den Atem machen.

00:54:36: Und dann gibt es zum Beispiel eine Übung die ich gerne mit meinem Kohl mach.

00:54:39: Lass mal einatmen durch die Nase und da die Luft ausströmmen lässt das machen auch verschiedene Konsolanten.

00:54:59: Den Effekt also man streckt sich in die Länge, man macht sich groß, man baut quasi das Instrument Stimme ein bisschen auf und die Atmung spielt natürlich eine sehr große Rolle und meistens muss man die erst einmal so ein bisschen zur Ruhe bringen, auf der einen Seite und auf der anderen Seite das Zwerchfeld aktivieren.

00:55:18: Und ja für eine positive Grundspannung sorgen.

00:55:22: Genau!

00:55:24: Wenn wir das gemacht haben, dann versuchen wir die Stimme zuerst mal ein bisschen soft anzuwärmen und ereignen sich so genannte Halbklinge.

00:55:34: sehr gut, also sei es ein M oder ein N, dass man darauf irgendwas klingen lässt... Dann gehe ich gerne und nehme ein bisschen was mit V dazu.

00:55:56: Das hat den Effekt, dass man die Verbindung eben zu Atmen noch ein bisschen besser schafft.

00:56:09: Und

00:56:11: dann wird geblubbert?

00:56:11: Genau das ist einfach.

00:56:14: zur Stimmentspannung auch.

00:56:16: oder wenn man das Gefühl hat meist gerade nicht so gut bei Stimme, dann ist es eine gute Therapie!

00:56:27: Wenn du jetzt so ne Harmonie aufnehmen würdest, auf welchem Fokal würdest du das machen... wenn es wirklich nur um Stimmen klang als harmonisches Instrument geht.

00:56:35: Das ist keine einfache Frage, also es gibt eben Vokale die funktionieren einfacher.

00:56:40: Also für mich geht i zum Beispiel super gut.

00:56:44: a ist eigentlich sehr schön aber nicht einfach weil speziell bei uns das A eher so ein bisschen nach hinten rutscht und mal richtig arbeiten muss dass es vorne bleibt.

00:56:55: Bei uns im Dialekt?

00:56:57: Ja

00:56:57: genau!

00:56:59: Das ist nicht so einfach.

00:57:01: Ja, da hadere ich immer wieder damit.

00:57:05: Aber wenn man zum Beispiel I macht... ...sitzt gleich viel mehr vorne.

00:57:25: Und für das A brauche ich so ein bisschen... Manchmal geht es besser, manchmal nicht.

00:57:30: Je nachdem auch nach Uhrzeit.

00:57:48: Will die Zunge oft abhauen?

00:57:52: Was sie nicht, was sie nicht so.

00:57:53: Das

00:57:53: ist ein Eicher natürlich auch immer schlimmer als hier unten.

00:57:56: Ja, Orch haltet

00:57:56: dann

00:58:00: ja.

00:58:00: Würdest du mir einfach machen paar lange Töne gern auf I so durch die Range.

00:58:05: also mich interessiert auch die Tiefelage.

00:58:07: genau das finde ich auch interessant.

00:58:09: Es soll jetzt

00:58:10: auch in bestimmter Tonung nehmen.

00:58:11: Ich

00:58:11: würde sagen eher weiße Taschen und eher mal so C-Durig Und fallen dir noch eher percussive Sounds ein, die mit deiner Arbeit zu tun haben?

00:58:43: Ja was machen wir in der Schule.

00:58:44: Also was ich tatsächlich schon im Studium irgendwie mitgekommen habe von einer Kommilitonin ja war einfach so'n Beat den ich auch schon mal viele Schüler weiter gegeben hab.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.